Frederik Marroquin

CAROLINA FRANK

Frederik Marroquin, bildende Kunst

Frederik Marroquin, geboren 1991 in Ludwigsburg, studiert Raumstrategien und Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mich mit "choreografierenden Skulpturen". Er untersucht inwiefern gebaute Räume und Objekte Bewegungen bedingen und formen.

Was ist Kunst?

Eine Arbeitsform, die es ermöglicht, aus den Schwierigkeiten des Lebens transformatives Potential herzustellen.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Durchs exzessives Zeichnen. Stundenlang ohne an Schlaf oder Essen zu denken.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Vor allem von Zeit.

Wo würden Sie am liebsten ausstellen?

Überall dort, wo es aufmerksames Publikum gibt.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Mit Soundkünstler/innen, Programmierer/innen, Texter/innen und generell mit Menschen die gewillt sind, klar und empathisch zu kommunizieren.

Wie viel Markt verträgt die Kunst? Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Eine Entpersonifizierung des Marktes wäre nützlich. Abgesehen davon ist über Geld sprechen sinnvoll. Da gibt es viel Scham und Konkurrenzdruck. Durch Austausch über konkrete ökonomischen Bedingungen lassen sich kollektive, politische Forderungen bilden. Es passiert bereits und es wäre gut, wenn das mehr wird. Anstatt der bekannten Phrase, wonach nur 4 Prozent der Kunstschaffenden nach ihrer Ausbildung von ihrer Tätigkeit leben können, nachzurennen, wäre es wünschenswert wenn Ausbildungsstätten solidarisches Handeln bestärken.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für einen duftenden, violetten Müllbeutel

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Nachdem ich jahrelang gegen Wände gerannt bin, hab ich zur Abwechslung mal Lust ein paar Türen oder Tunnel zu nehmen.

Haben Sie einen Plan B?

Kunst wird mich mein Leben lang begleiten. Welche Formen sie genau annimmt ist eine andere Frage.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Ich bin als Inline-Skater quasi ein Zwischending aus Mensch und Fahrrad. Und wenn ich dann auch noch leuchte verwirrt das Hunde vollends.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ja. Zusammen.