Peter Pilz

APA/HERBERT PFARRHOFER

Peter Pilz (Liste Jetzt)

In unserer "Im Journal zu Gast-Spezial"-Reihe zur Nationalratswahl stellt sich Jetzt-Spitzenkandidat Peter Pilz den Fragen von Monika Feldner-Zimmermann und Klaus Webhofer. Die Themen: der Wiedereinzug seiner Liste in den Nationalrat, ÖVP-Chef Sebastian Kurz, Parteispenden, leistbares Wohnen und eine mögliche CO2-Steuer.

Mit gewohnt scharfen Attacken - vor allem auf ÖVP und FPÖ - positionierte sich Peter Pilz im Gespräch mit Monika Feldner-Zimmermann und Klaus Webhofer erneut als Aufdecker und "einzige Kontrolle, die man nicht kaufen kann" im Parlament. Oligarchen würden in das "Projekt Kurz" investieren, "und sie bekommen auch einiges zurück", kritisiert Pilz unter Verweis etwa auf die Einführung des 12-Stunden-Tags.

Das zweite Mal ist bei allen neuen politischen Projekten das schwierigste Mal.

Obwohl er Greta Thunberg als die eigentliche Spitzenkandidatin er Grünen bezeichnet, wünscht sich Pilz einen Wiedereinzug der Grünen in den Nationalrat, um damit eine Grüne Regierungsbeteiligung zu ermöglichen, weil nur das eine Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen verhindern könne.

Im Journal zu Gast Spezial

Pilz bekannte sich zum Prinzip eines linken Populismus und zeigte sich überzeugt, enttäuschte FPÖ-Wähler/innen gewinnen zu können. Emotional wurde das Gespräch zuletzt bei der Einschätzung des Umgangs mit den Vorwürfen sexueller Belästigung, die Pilz' Einzug in den Nationalrat in dieser Periode zunächst entgegen standen.

Die Analyse

Katrin Praprotnik, Politikwissenschaftlerin an der Donau-Universität Krems, analysiert u.a. mit Blick auf die junge Parteigeschichte, wieso der Wiedereinzug der Liste Jetzt knapp werden wird und verweist auf Umfragewerte von ca. zwei Prozent. Die "Marke Pilz" ziehe zwar, reiche aber nicht für eine ganze Partei.

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