Sara Lanner

SARA LANNER

Sara Lanner, Performative Kunst

geboren 1991 in Hallein, lebt und arbeitet in Wien

Ich arbeite als Performerin im Bereich der bildenden sowie darstellenden Kunst. In meinen Arbeiten thematisiere ich den Körper und dessen Erscheinungsform als soziale Choreografie und Skulptur. Meine Performances finden in Galerien, auf Bühnen sowie an interdisziplinären und öffentlichen Orten statt. Mein Interesse ist es, performative und choreografische Zugänge zu verbinden und dadurch die bildende Kunst und den zeitgenössischen Tanz gleichermaßen zu erweitern.

GUESS WHAT, 2018

Performance
Matten, Stoffe, Bühnenelemente

Performance "GUESS WHAT" von Sara Lanner

RAFFAELA BIELESCH

Die Performance "Guess What" untersucht das Einnehmen von Standpunkten und verschiedene Formen von physischer Repräsentation im Raum. Sie geht der Frage nach, wie Erinnerung und Projektion auf zukünftige physische Zustände einwirken und choreografiert eine Performance, in der die Gleichzeitigkeit mehrerer multipler Körperlichkeiten erfahrbar wird. "Guess What" stellt die Frage, wie der Moment aussieht, in dem sich fluid Identität bildet, und welche Bewegungsqualitäten darin erlebt werden können. "Guess What" wurde am brut Wien aufgeführt sowie im Rahmen des MIPAF Festivals Macau und des Festivals "Schlafende Hunde" im Künstlerhaus Nürnberg ortspezifisch für den öffentlichen Raum sowie den Ausstellungskontext adaptiert.

VOLUME, 2019

Performance in Kollobaration mit Jasmin Hoffer und Liv Schellander
Reispapier, Watte, Ton, Lebensmittelfarbe

Performance "VOLUME" von Sara Lanner

SARA LANNER

"Volume" erforscht das Orale und den Mundraum als multifunktionelle Begegnungszone, als Schwellenort und Grenzorgan wo Materialien transformiert oder ausgestoßen werden. Welche Mundhaltungen sind gesellschaftlich akzeptiert oder tabuisiert? "Volume" ist – in Masse und Lautstärke – eine Frage des Einnehmens oder der Verweigerung von Raum, des Rückzugs in den Innenraum. So ist das Volumen in Mund, Körper und Raum zentral in Beziehungs- und Machtverhältnissen. Was und wer ist wann und wie drinnen und draußen?

MOTHER TONGUE, 2019

Performance und Gemälde
Lebensmittelfarbe, Speichel, Blut (mit Zunge auf Galeriewand)

Performance "MOTHER TONGUE" von Sara Lanner

SARA LANNER

"Eine Stunde lang schreibe ich mit meiner Zunge die Worte MOTHER TONGUE an eine Wand. Allmählich ergeben sich Variationen der Worte (MY OTHER TONGUE, HER TONGUE, HERE OR THERE …) oder sie driften zu verschwommenen Gemälden ab." "Mother Tongue" erzählt auf poetische Weise von der ambivalenten Intimität zwischen dem Selbst und dem Anderen. Basierend auf biografischen Erlebnissen, in zwei Kulturen aufgewachsen zu sein, erzählt die Performerin von stereotypischen Rollenbildern im alltäglichen Sprachgebrauch und knüpft an einen aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs über nationale Identität an.

Ausbildung

  • seit 2015 Akademie der bildenden Künste Wien, Studium Performative Kunst (Carola Dertnig)
  • 2009–2013 Anton Bruckner Privat Universität Linz, Zeitgenössischer Tanz und Tanzpädagogik
  • 2011 Norwegian College of Dance Oslo, Modern Dance und Tanzpädagogik, (Erasmus-Aufenthalt)

Ausstellungen, Performances (Auswahl)

  • 2019 Guess What (site-specific), Schlafende Hunde Festival, Künstlerhaus, Nürnberg und
  • OPEN International Performance Art Festival, Zhuhai/China
  • Mother Tongue, Galerie der Hochschule für bildende Künste Hamburg und MIPAF Macau/China
  • Volume, mit Jasmin Hoffer und Liv Schellander, brut Wien und Volkskundemuseum Wien
  • 2018 Guess What, brut, Wien
  • Etiquette der Zungen, mit Klaus Spiess, ORF Lange Nacht der Museen,
  • Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm, Wien
  • 2017 NDHAMM, mit Alexandra Hojenski und Steffi Parlow, Akademiegalerie, Nürnberg
  • 2016 A Living Example, WUK Performing Arts/brut Wien/APORIAS/Friday Exit
  • Gallery Wien/NAKT Festival Hamburg/Lokomotiva Skopje/ARGE
  • Salzburg/mo.e Wien
  • 2015 AUSstellenENTstellen, Tanzquartier, Wien

Arbeitsvorhaben

Mit dem Stipendium entwickle ich die Arbeit "Material Studies/Writing". Dafür sammle ich Notizzettel von Künstler/innen, auf die sie Performance-Notationen gekritzelt haben. Intuitiv wähle ich einzelne Symbole aus und choreografiere Performances inmitten von Tanzboden-Skultupren, die mit diesen Symbolen bedruckt sind. Ich möchte mich so in das Projekt vertiefen, dass es möglichst viele Menschen erreicht. Vom Stipendium Material- und Atelierkosten decken, verreisen und andere für ihre Hilfe bezahlen.

Service

Sara Lanner

Übersicht

  • Ö1 Talentestipendium 2020