Gebärdensprache

AP/AMEL EMRIC

Gehörlose Kinder reden mit

Zweisprachige Bildung für gehörlose und schwerhörige Menschen. Gäste: Helene Jarmer, Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes & Karin Back, Elementarpädagogin.

Gehörlose und schwerhörige Menschen haben in Österreich keinen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und verlassen den Kindergarten mit einem Sprachentwicklungsverzug von mehr als zwei Jahren und die Schule mit erheblichen Bildungslücken. Die Analphabetenquote in der Gehörlosen-Community ist hoch: sie liegt bei über 50 Prozent. Nur wenige gehörlose Menschen haben Matura und nur eine Handvoll schließt ein Studium ab.

Die gehörlose Pädagogin und ehemalige Nationalratsabgeordnete Helene Jarmer, fordert zweisprachige Bildung ab dem Kindergartenalter. Sie ist die Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes und setzt sich dafür ein, dass gehörlose Kinder sowohl in Deutsch als auch in der Österreichischen Gebärdensprache unterrichtet werden.

In Österreich mangelt es an gebärdensprachkompetenten Pädagoginnen und Pädagogen. Karin Back ist eine von ihnen. Sie ist die erste gehörlose Kindergartenpädagogin in Österreich und musste lange kämpfen, um zur Ausbildung als Elementarpädagogin zugelassen zu werden und danach eine Arbeitsstelle in einem Kindergarten zu bekommen.

Natasa Konopitzky spricht mit Helene Jarmer und Karin Back über Muttersprache, Gehörlosenkultur und barrierefreien Spracherwerb.

Service

Österreichischer Gehörlosenbund