Menschen vor Riesenbüchern

APA/dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

Sachbücher im November

Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung“ sowie Ö1.

Unabhängiges Gremium

Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.

1. Hans-Ulrich Gumbrecht

"'Prosa der Welt' - Denis Diderot und die Peripherie der Aufklärung", übersetzt von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag, 400 Seiten

2. Michael J. Sandel

"Vom Ende des Gemeinwohls - Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt", übersetzt von Helmut Reuter, S. Fischer Verlag, 442 Seiten

3. Branko Milanović

"Kapitalismus global - Über die Zukunft des Systems, das die Welt beherrscht", übersetzt von Stephan Gebauer, Suhrkamp Verlag, 404 Seiten

4. Wolfgang Ullrich

"Feindbild werden - Ein Bericht", Wagenbach Verlag, 160 Seiten

5. Magnus Brechtken

"Der Wert der Geschichte - 10 Lektionen für die Gegenwart", Siedler Verlag, 304 Seiten

ex aequo, Uta Ruge

"Bauern, Land - Die Geschichte meines Dorfes im Weltzusammenhang", Verlag Antje Kunstmann, 350 Seiten

7. Ulrich Weber

"Friedrich Dürrenmatt - Eine Biographie", Diogenes Verlag, 752 Seiten

8. Pierre Rosanvallon

"Das Jahrhundert des Populismus - Geschichte, Theorie, Kritik", übersetzt von Michael Halfbrodt, Hamburger Edition, 300 Seiten

9. Jonathan Lear

"Radikale Hoffnung - Ethik im Angesicht kultureller Zerstörung", übersetzt von Jens Pier, Suhrkamp Verlag, 236 Seiten

ex aequo, Linda Scott

"Das weibliche Kapital", übersetzt von Stephanie Singh, Carl Hanser Verlag, 412 Seiten

"Ein anderer Report über das Böse, das Stalin in die Welt brachte, ist zu entdecken, zugleich als Zeugnis, wie Leidenschaft und Geist ubiquitärer Ohnmacht begegnen können. Das mutige Leben, das Ossip Mandelstam als Dichter bis zum frühen Tod im Lager führte, hebt seine Frau Nadeschda ebenso in ihren Erinnerungen auf wie das labyrinthische Nachleben seiner Gedichte. Die kommentierte Neuübersetzung funkelt in klassischer Klarheit und ist auch literarisch ein erstrangiges Dokument der jüngsten Zeitgeschichte." (Matthias Bormuth)

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