Das Trio Sharktank

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Musik

Sharktank - Indie-Pop trifft Hip-Hop

Irgendwo zwischen Indie-Pop und Hip-Hop liegt die Welt von Katrin Paucz, Marco Kleebauer und Michael "Mile" Lechner. Wirklich definieren kann man die Musik der jungen Wiener Band Shartktank wohl nicht. Seit einem Jahr machen die drei Wie-ner/innen gemeinsam Musik. Jetzt veröffentlichen sie ihr erstes Album. Im Ö1-Interview erzählen sie über ihr musikalisches Schaffen und warum es Sharktank ohne Corona wohl nie gegeben hätte.

Wir haben kein großes Konzept - wir machen einfach Musik.

"Begonnen hat alles eigentlich ziemlich abstrakt, und plötzlich spielen wir Konzerte und bringen ein Album raus." Michael "Mile" Lechner kann den Erfolg der Band anscheinend noch gar nicht wirklich fassen. Tatsächlich ging im vergangenen Jahr alles ziemlich schnell für das Trio. Im Juni 2020 wurde das erste Mal gemeinsam Musik gemacht - ein Jahr später steht das Album in den Regalen.

Gestaltung: David Baldinger

"Get It Done" ist das Debütalbum der drei jungen Musiker/innen und klingt doch gleich gar nicht so nach Einstieg. Das mag unter anderem daran liegen, dass die Bandmitglieder auch in anderen Formationen Musik machen. Marco Kleebauer ist der kreative Kopf hinter dem Elektropop-Duo "Leyya" und war als Produzent für "Bilderbuch" tätig. Katrin Paucz ist Live-Gitarristin für das Isländisch-Wiener Duo "Oehl".

Musik als natürlicher Schaffungsprozess

Die Harmonie aus unterschiedlichen Genres, wie Indie-Pop und Hip-Hop, zeichnet Sharktank aus. "Es ist besonders angenehm, dass wir aus unterschiedlichen Rich-tungen kommen. Die Musik, die dann dabei rauskommt, ist eine Art Collage von uns", sagt Gitarristin Katrin Paucz. Dabei achten die drei aber immer darauf, ihre Musik so authentisch wie möglich entstehen zu lassen.

Ein Sharktank-Song entsteht optimal innerhalb eines Tages. Perfekt muss dabei gar nichts sein. Imperfektion als neue Perfektion - was zählt ist der kreative Moment. Im Song "Should Have Called", welcher live aufgenommen wurde, hört man dabei so-gar kurz das leise Geräusch einer ankommenden Nachricht am Handy. Marco Klee-bauer:" Was die Leute vergessen ist, dass man an einem Tag richtig gute Entschei-dungen treffen kann, die man übermorgen nicht bereut." Auch Karin Paucz meint, dass ihre besseren Texte jene sind, die spontan entstehen.

Das Album ist innerhalb von zwei Monaten im Sommer 2020 entstanden. Dafür hat sich die Band an insgesamt nur 14 Tagen getroffen, um Musik zu machen. Pro Tag wurde ein Song aufgenommen. Stets nach dem Motto: Get It Done!

Das Beste aus der Pandemie machen

Trotz weniger Live-Shows hatte die Corona-Pandemie auch Vorteile für die drei Mu-siker*innen. Ohne Corona wäre die Band wohl erst gar nicht entstanden, sagt Mar-co Kleebauer. Die plötzlichen Terminausfälle und die viele freie Zeit führten über spontane Sessions im Studio hinzu einem Debütalbum, das sich sehen lässt.

Und jetzt, nachdem das Projekt da ist, wollen wir auch nicht mehr, dass es weggeht.

Langfristige Ziele haben Sharktank aber erstmal nicht. Solange ihnen die Musik Spaß macht, wird es Sharktank und ihre Musik auch weiter geben, meint Katrin Paucz.

Text: Lukas Kuttnig