Illustrierter Mohn.

ORF/ISABELLE ORSINI-ROSENBERG

M wie Mohn

Kennen tun ihn die meisten aus traditionellen Mehlspeisen wie Mohnzelten, Mohnkuchen, Mohnstrudel, Mohnstangen oder Germknödel, ja selbst als Mohnparnier für den Karpfen ist er fester Bestandteil der bäuerlichen Küche. Doch die Verwurzelung der sagenumwobenen Mohnpflanze in der Menschheitsgeschichte liegt viel tiefer in der Vergangenheit, als uns heute bewusst ist.

Von den rund 100 verschiedenen Arten, eignet sich einzig der Schlafmohn als Nahrungsmittel. Seine ölhaltigen, angenehm und nussig duftenden Samen können gequetscht, gemahlen oder gepresst und vor allem in Süßspeisen oder Gebäck verarbeitet werden. Außerdem wird der kostbare Samen auch als Gewürz und immer häufiger wieder zur Gewinnung von Öl genutzt. Denn Mohnsamen sind reich an wertvollen Mineralstoffen und dienen somit Herz, Nerven und Muskeln. Der aus den Mohnkapseln gewonnene Saft - das Opium - ist nach wie vor das potenteste Schmerzmittel der Welt, und gilt sowohl als Segen wie auch als Fluch.

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