Menschen vor Riesenbüchern

APA/dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

Kontext

Sachbücher im August

Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung“ sowie Ö1.

Unabhängiges Gremium

Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.

1. Jens Balzer

"High Energy. Die Achtziger - das pulsierende Jahrzehnt", Verlag Rowohlt Berlin, 400 Seiten

2. Sarah Wagenknecht

"Die Selbstgerechten. Mein Gegenprogramm - für Gemeinsinn und Zusammenhalt, Campus Verlag, 345 Seiten

3. Nick Reimer/Toralf Staud

"Deutschland 2050 - Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 374 Seiten

4. Lothar Müller

"Adrien Proust und sein Sohn Marcel - Beobachter der erkrankten Welt", Wagenbach Verlag, 224 Seiten

ex aequo, Hans-Jörg Rheinberger

"Spalt und Fuge - Eine Phänomenologie des Experiments", Suhrkamp Verlag (stw), 289 Seiten

6. Thomas C. Williams

"Selbstporträt in Schwarz und Weiß - Unlearning race", übersetzt von Dominik Fehrmann, edition Tiamat, 184 Seiten

7. Irvin D. Yalom/Marilyn Yarom

"Unzertrennlich - Über den Tod und das Leben", übersetzt von Regina Kammerer, btb Verlag, 320 Seiten

8. Hans Jürgen Balmes

"Der Rhein - Biographie eines Flusses", S. Fischer Verlag, 560 Seiten

ex aequo, Gernot Böhme/Rebecca Böhme

"Über das Unbehagen im Wohlstand", Suhrkamp Verlag, 221 Seiten

10. Margot Blank/Babette Quinkert

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst (Hg.), "Dimensionen eines Verbrechens - Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg", Metropol Verlag, 278 Seiten

"Was für ein großartiges Buch! Svetlana Alpers, die berühmteste Kunsthistorikerin der Vereinigten Staaten, bekannt für ihre auch ins Deutsche übersetzten großen Studien zur holländischen Malerei des 17.Jahrhunderts und zu Rembrandt (als Unternehmer), hat ein mitreißendes Buch über den "amerikanischsten" der an Fotografen reichen Vereinigten Staaten geschrieben: über Walker Evans. Jeder kennt ein oder zwei Fotografien von Evans von den von der Wirtschaftskrise gebeutelten Farmpächtern aus den Südstaaten, die er für das Buch 'Let us now praise famous men' (1941) gemacht hat. Der Hamburger Kunsthistoriker und eminente Kenner der Geschichte der Fotografie Wolfgang Kemp hat dieses Meisterwerk meisterlich übertragen: schöner und gedankenreicher kann eine Monografie über einen Künstler des 20. Jahrhunderts nicht sein!" (Michel Krüger)

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