Rosa Andraschek

SIMON HANZER

Publikumsvoting

Rosa Andraschek

geboren 1995 in Korneuburg, lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

Arbeitsvorhaben

Während der Laufzeit des Stipendiums werde ich mich intensiver mit einem erweiterten Begriff der Fotografie in Zusammenhang mit Zeitgeschichte, Landschaft und Natur auseinandersetzen. Ich möchte in meinen künstlerischen Arbeiten gestellte Fragen anhand fototechnischer Möglichkeiten und Prozesse erproben. Dabei werde ich fortführend einen Schwerpunkt auf historische Recherche legen und bereits begonnene Kollaborationen weiterführen.

Ich beschäftige mich mit Orten, Personen, Strukturen und Geschichte.

Kommentar der Künstlerin

Ausgehend von einem politischen Landschaftsbegriff kreisen meine Arbeiten um Fragen des Erinnerns und Gedenkens und der Zugänglichkeit von Räumen. Anhand verschiedener Strategien, wie archivarischer und wissenschaftlicher Recherche und der Zusammenarbeit mit Historiker/innen und anderen Personen, entwickle ich künstlerische Arbeiten und Projekte. Dabei arbeite ich mit Medien wie Fotografie, Installation und Intervention.

https://vimeo.com/589981318

Ausbildung

  • 2021 - 2022: Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem, Fine Arts (Erasmus-Aufenthalt)
  • seit 2021: Universität Wien, Masterstudium Geschichte
  • seit 2019: Universität für angewandte Kunst Wien, Studium Ortsbezogene Kunst
  • 2017 - 2018: Universität für angewandte Kunst Wien, Studium Digitale Kunst
  • 2016 - 2020: Universität Wien, Bachelorstudium Politikwissenschaft
412 Namen, 2018/2019

412 Namen, 2018/2019 Ausgangspunkt ist meine Beschäftigung mit dem Konzentrationslager Hirtenberg. Rund 400 Frauen mussten in der Hirtenberger Patronenfabrik Zwangsarbeit leisten. Das ehemalige Lagergelände ist heute fast unverbaut. Die Überreste der Patronenfabrik liegen im Wald, neben einem Übungsplatz für Sportschützen und sind von Pflanzen bewachsen. Anhand von Fotografien, der Namensnennung und der temporären Markierung der Lagerbaracken versuche ich eine Annäherung an die aktuellen Gegebenheiten vor Ort.

ANDRASCHEK

2021

  • Galerie Freihausgasse, Villach
  • Parallel Vienna, Wien
  • Projektraum junge Kunst, Kunstfabrik Groß-Siegharts
  • Auf.bäumen, Bank Austria Kunstpreis Kärnten 2021, Kunstverein Kärnten, Klagenfurt
  • Delay, Zacherlfabrik, Wien
  • Status: In der Feldforschung (1), Exhibition Space Paulusplatz, Wien
  • Transit Nr.11, Fragile! Please handle with care, Exhibition Space Paulusplatz, Wien
Es gibt nichts zu sehen, 2020

Es gibt nichts zu sehen, 2020 Mindestens 71.000 Menschen waren bis zur Befreiung im Konzentrationslager Gusen inhaftiert, mehr als die Hälfte wurde ermordet. Heute existiert auf dem Gelände eine Wohnsiedlung. Die Fotografie zeigt einen Ort, an dem sich nach 1945 ein von den Alliierten angelegtes Massengrab für ermordete Opfer der Shoah befand. Der Kontext des Fotos ist nur über den Text auf einem Plakat zugänglich.

ANDRASCHEK

2019

  • Angewandte Festival 2019, Universität für angewandte Kunst, Wien
  • 412 Namen, Kunstverein Baden/öffentlicher Raum, Hirtenberg
Ministerium, 2019

Ministerium, 2019 Welche politische und gesellschaftliche Bedeutung haben die österreichischen Ministerien? Sind sie öffentlich zugänglich? Wie kann Kommunikation mit diesen Orten aussehen? Anhand von Fotografien und genauer Dokumentation meiner telefonischen Kontaktaufnahmen sowie meiner E-Mail-Korrespondenz nähere ich mich diesen Fragen. Während ich mich mit dieser Arbeit beschäftigte wurden Teile des Ibiza-Videos veröffentlicht. Dieses politisch hochbrisante Ereignis wurde unvorhergesehen Teil meines Projekts.

ANDRASCHEK

2018

  • The Essence, Universität für angewandte Kunst, Wien
  • Rundgang, Symposion Lindabrunn, Enzesfeld-Lindabrunn

Stipendien, Preise

  • 2021: Kunstpreis der Stadt Villach 2021
  • 2020: Leistungsstipendium der Universität für angewandte Kunst Wien
  • 2018: Leistungsstipendium der Universität für angewandte Kunst Wien

Übersicht