Weinreben

APA/BARBARA GINDL

Radiokolleg | 29 08 - 01 09 2022

Die Bio-Wein-Bewegung

Winzer:innen mit ökologischem Ansatz

Der ökologische Weinbau boomt, das beweist der großflächige Umstieg vieler Weingüter in den letzten Jahren. Hat sich die nachhaltig bewirtschaftete Rebfläche in den vergangenen beiden Dekaden doch verzehnfacht. Die Wurzeln des österreichischen Bio-Weines gehen allerdings bis in die 1970er Jahre zurück. Ein paar idealistische Winzer:innen haben sich damals noch ohne Zertifizierungen und mit wenig Unterstützung dem nachhaltigen Weinbau gewidmet.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Viele Befürworter des konventionellen Weinbaus waren lange skeptisch und belächelten die begrünten, blumenbewachsenen Weingärten und den Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel. Doch ab den 2010er Jahren gab es ein breiteres Umdenken und viele einflussreiche Winzer:innen stellten auf ökologischen Weinbau um. Doch Bio ist nicht gleich Bio. Während sich der bio-organische Ansatz vor allem um den Pflanzen- sowie Bodenschutz kümmert und fachwissenschaftliche Erkenntnisse einbezieht, geht es bei der bio-dynamischen Arbeitsweise um einen ganzheitlichen Ansatz der ökologischen Landwirtschaft, der von der Suche nach der besten Traubenqualität bis zum Schutz der Natur und der menschlichen Gesundheit reicht. Ein Ansatz, der sich auch auf die naturphilosophischen Theorien des Anthroposophen Rudolf Steiner bezieht und in Österreich zunehmende Beliebtheit findet. Im Jahr 2007 schlossen sich einige der größten Winzer:innen des Landes zusammen und gründeten mit dem Verein Respekt eine Gemeinschaft, die diese Arbeitsweise fördert. Zwei groß angelegte internationale Studien der letzten Jahre konnten zudem feststellen, dass Bio-Weine hochwertiger und geschmacklich besser eingestuft werden als konventionelle Weine. Ein Grund dem Bio-Wein und seinen unterschiedlichen Philosophien, Produktions- und Vermarktungstechniken mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Gestaltung

  • Till Köppel

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