Ruth Linhart

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Ruth Linhart - Zwischen Japan und (Alt-) Österreich

Ruth Linhart befasst sich als Japanologin, Journalistin, Übersetzerin und Wissenschaftlerin mit der Rolle von Frauen in der japanischen Gesellschaft. Ihr Biografie-Projekt über die japanische Feministin und Literaturwissenschaftlerin Yasuko Imai deckt 150 Jahre japanische Frauengeschichte ab.

Ruth Linhart, geboren 1945 in Tirol, studierte ab 1964 Japanologie, Germanistik, Völkerkunde, Anglistik und Geschichte an der Universität Wien, der Hokkaido-Universität Sapporo und der Pädagogischen Universität Tokyo. 1972 promoviert sie über den japanischen Dichter Ishikawa Takuboku und den japanischen Naturalismus. Ab Ende der 1970er Jahre ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig, als Redakteurin der "Arbeiterzeitung", der Wochenzeitschrift "Die Frau" und als freie Mitarbeiterin beim ORF (Hörfunk und Fernsehen). Sie hält Seminare und Workshops sowie Lehrveranstaltungen zu Frauen, Gleichberechtigung, Arbeitswelt, sozialen Problemen, Jugend, Schule, Zeitgeschichte in Japan.
Eigene Gedichte, Reiseimpressionen oder literarische Übersetzungen gibt Ruth Linhart gemeinsam mit Hans Hauer im haru - Eigenverlag heraus. Die Bücher sind Hardcover, handgebunden, fadengeheftet und mit verschiedenem Einband aus Japanpapier oder Leinen.
Das große Biografie-Projekt über die japanische Feministin und Literaturwissenschaftlerin Yasuko Imai beschäftigt sie fast 20 Jahre. 2022 erscheint der über 500 Seiten starke Band im Iudicium Verlag der OAG, der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens. Yasuko Imais Biografie ist in die Zeit- und vor allem Frauengeschichte eingebettet und zeigt, wie viel sich für die japanischen Frauen seit der Öffnung des Landes zum Westen am Ende des 19. Jahrhunderts geändert hat.

Judith Brandner

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