PRIVAT
Ö1 Talent im Porträt
Edwin Daniel Zúniga Flores
24. Mai 2026, 05:00
Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt
Geboren im Jahr: 1997
In: Cáceres, Spanien
Zur Musik gekommen bin ich: durch meine Eltern, beide professionelle Musiker. Sie entschieden sich, mich nach Wien zu bringen, damit ich eine solide musikalische Ausbildung erhalten konnte.
Meine Universität: Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Studium bei: Mein erster Kompositionsprofessor war Wolfgang Liebhart, anschließend durfte ich mit Dirk D’Ase arbeiten, und derzeit studiere ich bei der spanischen Komponistin Prof. Helga Arias.
Künstlerische Inspiration bekomme ich: aus meinen Vorfahren und meinem kulturellen Erbe; es ist eine Interpretation meiner Herkunft, aus der bedeutende Künstler:innen hervorgegangen sind - darunter herausragende Komponist:innen, Instrumentalist:innen und Dirigent:innen. Meine Arbeit verstehe ich als Versuch, diese Linie weiterzuführen und sie in einer zeitgenössischen musikalischen Sprache neu zu interpretieren.
Lieblingsinstrument: das Klavier, weil es das Instrument ist, das ich seit meiner Kindheit spiele und intensiv studiert habe und das meine persönliche und musikalische Entwicklung entscheidend geprägt und gefestigt hat.
Bevorzugte Besetzung: ist das symphonische Orchester, da es eine enorme Vielfalt an Klangfarben, Ausdrucksmöglichkeiten und emotionaler Tiefe bietet und mir erlaubt, große musikalische Spannungsbögen zu gestalten.
Ein musikalischer Gänsehaut-Moment ist: wenn der Klang des Orchesters den Raum vollständig erfüllt und die Harmonien uns in einen besonderen, zeitlosen Moment versetzen.
Wenn ich einen Komponisten oder eine Komponistin tot oder lebendig etwas fragen könnte: würde ich fragen, wie es gelingt, auch in Zeiten des Zweifels der eigenen künstlerischen Stimme treu zu bleiben.
Wenn ich gerade nicht musiziere: lese ich Biografien von Komponist:innen und beschäftige mich mit dem Ursprung von Werken sowie deren literarischer Bedeutung. Mich interessiert die Auseinandersetzung mit verschiedenen musikalischen Gattungen, insbesondere die Oper, da sie grundlegende menschliche Erfahrungen wie Größe und Tragik reflektiert. Außerdem beschäftige ich mich mit unterschiedlichen literarischen Formen und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen.
Ich wünsche mir: Werke zu schreiben, die Menschen emotional berühren, zum Nachdenken anregen und über kulturelle Grenzen hinweg verständlich sind.
Mein größter Erfolg bisher ist: meinen Traum verwirklicht zu haben, Komponist zu werden in einer Stadt, die von vielen großen Meistern geprägt wurde, und mit wunderbaren Professorinnen und Kolleginnen arbeiten zu dürfen.
Ich empfehle mein Werk: Yaxché, da es meine musikalische Sprache, meine kulturellen Wurzeln und mein Interesse an Klangfarben und symbolischer Bedeutung gut widerspiegelt.
