ORF
Eine persönliche Ö1 Sommerreihe über Musik
Lieblingsstücke
Ab 4. Juli präsentieren heuer auf dem Sendeplatz von Pasticcio am Samstag Kulturschaffende, die keine Musiker:innen sind, ihre musikalischen Lieblingsstücke, Musik, die für ihr Leben wichtig war und ist.
23. Juni 2026, 13:21
Auch in der zweiten Auflage dieser Ö1 Serie erfahren wir, warum welche Musik für wen wichtig war/ist, was er oder sie besonders daran schätzt bzw. geschätzt hat. Und wir als Zuhörende sind eingeladen, uns dazu - emotional und intellektuell - zu verhalten. Das ist auch ein Beitrag zur Bildung dessen, was Alexander Kluge „substanzreiche Öffentlichkeit“ genannt hat.
Markus Meyer tanzt am liebsten zu seiner Lieblingsmusik
Die Bereiche, die Menschen emotional sehr nahe sind, die sind, so Alexander Kluge, „die großen Substanzquellen jeder Gesellschaft“. Und hierin liegt eine der großen Leistungen des Poetischen - zwischen dem Subjektiven und Einzelnen und dem Allgemeinen schafft die Poetik die Vermittlung.
Das meint mehr als eine faktenbasierte Präsentation von Musik, es öffnet und berichtet von dem Raum, der von der Kommunikationswissenschaft als „außermusikalische“ Wirkung von Musik beschrieben wird und den oft doch nur Musik eröffnen kann.
Es erwarten Sie Sendungen mit folgenden Persönlichkeiten:
CHRISTINA HÄUSLER
Die Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin präsentiert ihre Lieblingsstücke am 4. Juli.
Erika Pluhar
"Ich muss gestehen", sagt Erika Pluhar, "ich glaube, dass ich ohne Musik nicht gut existieren könnte". „Musik“, so die vielseitige Künstlerin, die am 4. Juli diese Reihe eröffnet, "ist ja auch etwas Heilendes. Ich habe sehr oft auch bei der Musik Zuflucht gesucht. Und deswegen wurde mir das natürlich immer wesentlicher. Wenn man einsam lebt, was ich ja im Prinzip immer getan habe, dann ist Musik einfach ein Begleiter zur Stille, die ich sehr brauche. Aber nur Stille geht nicht für mich, sondern dann muss irgendwann Musik mein Gesprächspartner werden."
Markus Meyer
Erinnerungsspeicher, das sind die musikalischen Lieblingsstücke die Burgschauspieler Markus Meyer am 11. Juli präsentieren wird. „Musik weckt sofort Bilder, Emotionen und ganz persönliche Erinnerungen. In erster Linie bedeutet Musik für mich allerdings Bewegung: Der Rhythmus und der Tanz haben mich schon in meiner Jugend geprägt. Die andere Farbe der Musik ist für mich der Gesang – wenn eine Stimme das Herz und die Seele berührt, ist das etwas ganz Einzigartiges. Musik ist eine grenzenlose Sprache, die uns Menschen überall verbindet.“ Zu seinen musikalischen Lieblingsstücken zählt Markus Meyer u. a. Musik von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Whitney Houston und The Supremes.
Philipp Hauß
Den Schwerpunkt auf klassische Musik wird in seiner Auswahl am 18. Juli der Schauspieler und Regisseur Philipp Hauß legen: „Musik zielt direkt, ganz tief in uns hinein. Das ist tatsächlich auch das, was ich genieße, wenn ich im Konzert bin, wie Menschen, alle möglichen verschiedenen Menschen, die Augen schließen und man sieht in ihren Gesichtern und man sieht in ihren Körpern, wie sie mitgehen, wie viel Bewegung dort, wie viel Emotion da ist. Und das finde ich herrlich am gemeinsamen Erlebnis Musik.“
Alina Fritsch
Alina Fritschs Auswahl reicht am 25. Juli von Jordi Savall, dem Lieblingsmusiker ihrer Mutter Regina Fritsch, bis Tocotronic. Die meisten ihrer musikalischen Lieblingsstücke, wird sie ohne Nennung von Titel und Interpreten präsentieren: Man hört so vielleicht offener und unbefangener die Musik, so Alina Fritsch.
Michael Heltau
Für die Sendung am 1. August ist Michael Heltau mit 93 Jahren noch einmal in das Ö1 Studio gekommen, um Musik zu präsentieren, die in seinen Jugendjahren für ihn wichtig war: „Ohne Musik“, so Michael Heltau „kann und will ich mir mein Leben nicht vorstellen. Ohne Musik hätte eine lebensnotwendige Hälfte gefehlt. Die Musik ist ein Lebensmittel. Es gibt Dinge, die man so zwar sagen kann, aber sie werden erfasst erst durch die Musik.“ Heltau war auch immer ausführender Musiker. „Aber die großen Momente“, so Heltau, „die großen Augenblicke, die finden bei den begabten Zuhörern statt.“
