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Ö1 Talentebörse
Eva Basta, Film
In Kooperation mit den österreichischen Kunstuniversitäten präsentiert Ö1 junge Kunst-Talente Österreichs. Eva Basta hat vor kurzem ihr Studium an der Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film abgeschlossen. Ab Herbst studiert sie an der Akademie der bildenden Künste Wien im Fach Film
1. September 2026, 07:55
Meine Arbeit wird von Neugier, Verspieltheit und dem Wunsch geprägt, mir selbst treu zu bleiben.
Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt
Geboren: 2001 in Karlovac, Kroatien
Aktuelles Studium: Abschluss Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film; ab Herbst: Film (Emily Wardill), Akademie der bildenden Künste Wien
Mein größter Erfolg: International arbeiten zu können, Projekte selbst zu wählen und Geschichten auf meine eigene kreative Weise zu erzählen
Was ist Kunst?
Kunst ist eine der vielen verschiedenen Arten zu sprechen, zu kommunizieren, zu zeigen und sich verständlich zu machen.
Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?
Ich würde sagen von allem ein bisschen, aber am wichtigsten ist das Wollen, etwas zu machen, der eigenen künstlerischen Stimme zuzuhören, persönliche Sichtweisen auszudrücken, neue handwerkliche Methoden zu lernen, zu erkunden und neugierig zu bleiben.
Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Ich habe keine Erinnerung an einen genauen Anfang – ich war schon von klein auf immer von Kunst umgeben. Als Kind habe ich gezeichnet, genäht, getanzt und alles um mich herum fotografiert. In der Oberstufe habe ich begonnen, mich stärker auf Bewegtbild zu konzentrieren, was mich über die Jahre des Studiums und Arbeitens hierher gebracht hat.
Was ist für Sie notwendig, um kreativ sein zu können?
Ein sicherer Raum, um frei zu experimentieren zu können und Dinge ohne Druck auszuprobieren, Freunde und eine Community, um über die unterschiedlichsten Dinge zu sprechen und neue Perspektiven zu sehen, und genug Zeit, um richtig zu ruhen.
Fällt es Ihnen leichter ein Projekt zu beginnen oder abzuschließen und warum?
Ich finde es leichter, ein Projekt zu beginnen, weil ich es genieße, Dinge zu sammeln und zu sortieren, die mich inspirieren, sowie durch alle möglichen Kunstformen zu gehen, während ich ein Projekt vorbereite. Der Anfang ist voller Entdeckung und Ausprobieren. Abschließen bedeutet Entscheidungen zu treffen und Möglichkeiten loszulassen, was ich weniger erfüllend finde.
Welches Geräusch beschreibt Ihre Arbeit am besten?
Eine Mischung aus Wind, Wellen und Seifenblasen.
Wo würden Sie am liebsten auftreten/inszenieren/ausstellen/performen?
Neben Festivals und Galerien würde ich gerne Screenings und Ausstellungen an Orten organisieren, die Menschen zusammenbringen. Ich mag Räume, in denen es Platz für Gespräche, Lernen, Austausch und ein Gemeinschaftsgefühl rund um die Arbeit gibt.
Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?
Ich möchte mit Personen zusammenarbeiten, die einen verspielten Charakter haben, experimentierfreudig sind, bereit sind, Perspektiven zu teilen und dabei etwas Neues zu lernen und dabei respektvoll bleiben. Es ist mir vor allem wichtig, mich sicher und gesehen zu fühlen und völlig frei in alle Richtungen zu experimentieren.
Was soll Ihre Kunst bei anderen auslösen?
Ich möchte, dass Menschen ihre Perspektive hinterfragen, sich selbst, und die Art, wie sie sich verhalten und die Welt um sich herum wahrnehmen. In meinen letzten Projekten ging es dabei vor allem um Freiheit, Weirdness, Albernheit und Verspieltheit im Alltag.
Ein Risiko, das ich mir erlaube, ist…
Ein Risiko, das ich mir erlaube, ist, Ja zu Chancen außerhalb meiner Komfortzone zu sagen und meiner Intuition zu folgen.
Wann haben Sie zum letzten Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Das ist schwer zu sagen, weil mich viele Dinge interessieren und ich manchmal gar nicht merke, dass ich etwas zum ersten Mal mache. Ich versuche, so viel wie möglich Neues zu
entdecken. In den letzten Tagen war das zum Beispiel ein bestimmtes Nähmuster, etwas Neues in der Postproduktion und ein neues Rezept.
Worüber haben Sie zuletzt laut gelacht?
Ein Gespräch mit Freund:innen.
