Maria Kalesnikava

INTERAKT INITIATIVE

Im Gespräch | 16.10.2026

Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava im Gespräch

"Freiheit wird besonders kostbar, wenn man ihren Preis kennt", sagte Maria Kalesnikava bei ihrer Eröffnungsrede der diesjährigen Salzburger Festspiele. Im Dezember 2025 war die Flötistin und Bürgerrechtlerin aus fünfjähriger Gefangenschaft in Belarus entlassen worden. Die Tage seither, sagt sie, sind die kostbarsten ihres Lebens.

Gestaltung: Marlene Nowotny

Maria Kalesnikava, geboren 1982 in Minsk, hat dort Querflöte studiert, danach Alte und Zeitgenössische Musik an der Musikhochschule Stuttgart. Sie lebte mehrere Jahre in Deutschland, tourte durch Europa, bis sie sich 2020 bei der Präsidentschaftswahl in Belarus engagierte.

Nach der von vielen Ländern als gefälscht beurteilten Wiederwahl Lukaschenkos bildete Kalesnikava eine Oppositionspartei. Kurz darauf wurde sie verhaftet und kam in Gefangenschaft, über weite Strecken in Isolationshaft. Im Dezember 2025 wurde sie, gemeinsam mit 122 anderen Oppositionellen im Rahmen eines Abkommens mit den USA von Lukaschenko begnadigt und freigelassen. Die Tage seither bezeichnete sie im Sommer in Salzburg als "die kostbarsten ihres Lebens".

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