Salzburger Nachtstudio

Von Tierhäuten zu High Heels. Ein Streifzug durch die Geschichte der Bekleidung. Gestaltung: Tanja Malle

Das älteste erhaltene Stück Stoff - ein Baumwolltuch, gefunden in Mexiko - ist gerade einmal knappe siebentausend Jahre alt. Doch Anthropologen schätzen das wahre Alter unserer Garderobe auf etwa 75.000 Jahre - darauf lässt die Gen-Analyse von Kleidungsläusen schließen.

Die ersten Kleidungsstücke des Menschen waren Felle, Tierhäute oder Blätter. Sie bedeckten nur Teile des Körpers - ihre Hauptfunktion war der Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit. Die Kunst des Nähens, Flechtens und Webens verbreitete sich allerdings nur langsam und nicht in allen Kulturkreisen: Ötzi beispielsweise durchquerte 3.000 Jahre vor Christus die Alpen noch in einem Mantel aus Gras.

Mit der Entwicklung der Menschheit veränderten sich auch die Funktionen der Bekleidung: Die Garderobe wurde zum Kommunikationsmittel und Status-Symbol, diente aber auch der Verformung des Körpers, z. B. durch Korsetts, mit denen im 19. Jahrhundert das Ideal einer möglichst schmalen Körpermitte erreicht werden sollte - unter der Inkaufnahme von großen gesundheitlichen Risiken.

Interviewpartnerinnen:
Prof. Annemarie Bönsch - Kostümhistorikerin Universität für angewandte Kunst Wien
Dr. Kerstin Merkel - Kunstwissenschaftlerin, Katholische Universität Eichstätt
Brigitte Winkler, Kurier-Modejournalistin Franz Grieshofer - Volkskundler, Wien

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