Salzburger Nachtstudio
"Vom Leben berührt". Emotionen in der Therapie und Beratung. Gestaltung: Johannes Kaup
7. Juli 2010, 21:00
Es sind die Gefühle, die unser Dasein lebendig machen und prägen. Emotionen stellen jene innere Realität des Menschen dar, in welcher man sich als vom Leben berührt erlebt. Sie bilden - nach Antonio Damasio - ein "Erfahrungsgedächtnis". Sie spiegeln positive und negative Bewertungen von in früherer Zeit erlebten Situationen und verstärken jene Handlungsoptionen, die für den Menschen längerfristig attraktiv sind.
Emotionen haben auch eine zentrale Bedeutung für die Bindung von Menschen. Auch für die Motivation, Willensstärke und Erfüllung im Leben sind sie unerlässlich. Aber Emotionen können auch stören, können überschwemmen, können als Affekte die Person aushebeln, durch Übertragung andere verwickeln, das Denken blockieren, Kontrollen und Filter durchbrechen.
Die Österreichische Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse hat dem Thema "Emotionen" ihre diesjährige Tagung gewidmet. Experten aus Medizin, Philosophie, Kulturanthropologie sowie aus Psychiatrie und Psychotherapie haben dabei wissenschaftliche Zugänge zum Phänomen der Emotionen vorgestellt. Unter ihnen war auch der Begründer der Affektlogik, der Schweizer Psychiater Luc Ciompi, der mit seinem Buch "Die emotionalen Grundlagen des Denkens" ein Standardwerk zur Thematik geschrieben hat.
Interviewpartner/innen:
Alfried Längle, Psychotherapeut Präsident GLE Wien
Luc Ciompi; Psychiater Lausanne/Bern/Zürich
Georg Northoff; Neorophilosoph Ottawa Canada
Ute Habel; Neuropsychologin Aachen
Michael Pauen, Philosoph Berlin
Birgitt Röttger-Rössler, Ethnologin Berlin
Lieselotte Tutsch, Psychotherapeutin Wien
Susanne Jäger-Gerlach, Psychotherapeutin Berlin
Christoph Kolbe, Pädagoge und Psychotherapeut Hannover
Doris Fischer-Danzinger, Psychologin und Psychotherapeutin Wien
