Betrifft: Geschichte

Widerstandskämpfer und Partisanen - ungeliebt, verfolgt, ins Abseits gedrängt. (5. Teil): Strafverfolgung und Undank der Republik. Die schlechte Nachrede bleibt bis in die Gegenwart. Mit Christian Fleck, Institut für Soziologie, Universität Graz. Gestaltung: Martin Adel

Nicht zuletzt verdankt sich der Abschluss des österreichischen Staatsvertrags der Tatsache, dass es auch hier politischen Widerstand gegen das NS-Regime gab. Zu Ende des 2. Weltkriegs formierten sich - insbesondere im Grenzgebiet zwischen Steiermark und Kärnten einerseits und Slowenien andererseits - Kampfgruppen, die auch gemeinsam mit jugoslawischen Partisanenverbänden operierten.

Keineswegs alle stammten aus der Gegend. Viele kamen - z. B. aus dem Spanischen Bürgerkrieg - auf verschlungenen Wegen zum Einsatz, dem letztlich eben auch die "Befreiung" Österreichs zu danken ist, der aber oft alles andere als Dank gefunden hat. Zu sehr erinnerten diese Widerstandskämpfer daran, dass gerade vormalige Täter und Mitläufer sich nun zu Unrecht darauf beriefen, Österreich und sie selbst seien Opfer des Hitler-Einmarschs geworden.

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