Dimensionen - Magazin
1. Was von der Aschenwolke blieb
2. NASA untersucht Entwicklung von Wirbelstürmen
3. Warum wir uns visuelle Eindrücke schwer merken
4. Energie wie von der Sonne: Das Kernforschungsprojekt ITER
Redaktion und Moderation: Franz Tomandl
13. August 2010, 19:06
Ende April und Anfang Mai dieses Jahres beschäftigte die Aschenwolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull Fluglinien, Fluggäste und Wissenschaftler. Ein Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen bei München flog mehrmals in die Aschenwolke oder deren Nähe, um den Himmel zu vermessen. Während die Aschenwolke über Europa hing, wurde anhand der dabei gesammelten Informationen entschieden, ob der Flugraum weiter gesperrt bleibt oder wieder freigegeben wird. Die Daten sind aber auch langfristig für die Wissenschaft interessant. Mit ihnen können nun Modelle von Aschenwolken verfeinert werden.
Mit Ulrich Schumann, Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Autor: Mark Hammer.
Wie jeden Sommer läuft derzeit an der US-Ostküste die Hurrikan-Saison. Von Juni bis November besteht die Gefahr, dass sich Tiefdruckgebiete von Afrikas Westküste aus auf ihrem Weg Richtung Westen über dem Atlanik erwärmen und als Wirbelsturm in Amerika ankommen. Solche Wetterphänomene lassen sich zwar weder beeinflussen und schon gar nicht abstellen, wohl aber untersuchen. Und so startet die US-Raumfahrtbehörde NASA an diesem Wochenende ein sechswöchiges Experiment, in dessen Verlauf sie den Hurrikanen mit Satelliten und Flugzeugen zu Leibe rücken will.
Mit Scott Braun, Meteorologe, Gerald Heymsfield, Experte für die Verfolgung von Wolken mittels Radar, beide: Goddard-Raumfahrtzentrum der US-Weltraumbehörde NASA. Autor: Guido Meyer.
Tausende Seh-Eindrücke strömen in Sekundenbruchteilen auf uns ein, aber nur sehr wenige können wir gleichzeitig im Kurzzeit- Gedächtnis behalten. Warum das so ist, wurde an der Universität Salzburg herausgefunden. Eine Schlüsselrolle spielen verschiedene Hirnschwingungen, und zwar sowohl beim Abspeichern wichtiger visueller Eindrücke als auch beim Wegfiltern unwichtiger Eindrücke. Nur wenn beides gut funktioniert, bleiben Bilder im Kopf hängen. Viele alte Menschen merken sich Gesehenes schlecht, weil im Alter die Fähigkeit zum Filtern nachlässt. Sie lässt sich aber trainieren, zumindest für Momente, wie in Experimenten nachgewiesen wurde.
Mit Paul Sauseng, Psychologe, Universität Salzburg. Autorin: Maria Mayer.
Man sollte meinen: Wissenschaftler freuen sich, wenn ein international groß angelegtes Forschungsprojekt eine wichtige Hürde nimmt. Wie jetzt beispielsweise der International Thermonuclear Experimental Reactor, genannt Iter. Eine neue Art Atomreaktor, der zur Zeit im südfranzösischen Ort Cadarache gebaut wird. Aber sie freuen sich nicht. Ganz im Gegenteil. Namhafte Wissenschaftler, darunter Physik-Nobelpreisträger Georges Charpak, haben den Verzicht auf den milliardenschweren Atomfusionsreaktor ITER gefordert. Das Projekt sei zu teuer, binde zu viele Forschungsressourcen und sei unsicher im Ergebnis. Ist es das wirklich? Eine Bestandsaufnahme.
Mit Norbert Holtkamp, Vizedirektor, ITER. Autor: Uwe Springfeld.
