Vom Leben der Natur

Vom Leben der Natur

Nachtflieger mit Echoortung. Der Zoologe Björn Siemers über die bemerkenswerten Fähigkeiten der Fledermäuse.
Teil 2: Vorbereitungen auf den Winterschlaf.
Gestaltung: Anja Petersen

Fledermäuse haben eine erstaunliche Fähigkeit entwickelt, um sich in der Dunkelheit zu orientieren: Sie sehen quasi mit den Ohren. Sie stoßen Rufe im für Menschen unhörbaren Ultraschallbereich aus und lauschen auf das zurückkehrende Echo. So erhalten sie ein akustisches Bild ihrer Umwelt.

In den vergangenen Jahren haben Forscher Erstaunliches über die Flattertiere erfahren: Während sich unsere einheimischen Fledermäuse von Insekten ernähren, gibt es in Südamerika beispielsweise Arten, die sich auf die Jagd von Fischen bzw. Fröschen spezialisiert haben. Die Vampir-Fledermaus wiederum pirscht sich an Säugetiere heran, um sich von deren Blut zu ernähren.

Dass auch Fledermäuse Feinde haben, konnten Forscher in Ungarn beobachten. In besonders harten Wintern fliegen dort Kohlmeisen in eine Höhle, um sich an den dort überwinternden Zwergfledermäusen satt zu fressen. Dieses Verhalten ist stark vom Nahrungsangebot abhängig: Als die Wissenschaftler den Vögeln ein Futterhäuschen vor den Eingang aufstellten, fraßen die Meisen lieber Samen und Speck.

Service

Dr. Björn Siemers
Max-Planck-Institut für Ornithologie
Eberhard-Gwinner-Straße
D-82319 Seewiesen
Homepage


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