matrix - computer & neue medien

1. Mehr Autos ohne neue Straßen. Intelligente Verkehrssysteme.
Gestaltung: Anna Masoner
2. In Linz beginnt's. Linz wird zur Open Commons Region.
Gestatung: Sonja Bettel

1. Nach einer Studie des deutschen Verkehrsclubs ADAC steht der durchschnittliche Autofahrer 65 Stunden pro Jahr im Stau, Tendenz steigend. 14 Milliarden Liter Benzin werden dadurch jedes Jahr unnötig verbraucht - zum Schaden von Natur und Umwelt. Und auch die Anzahl an Fahrzeugen wird in den kommenden Jahren steigen: laut dem Weißbuch Verkehr der Europäischen Kommission soll sie sich in Europa bis 2020 nahezu verdoppeln.
Unter dem Schlagwort Intelligente Verkehrssysteme fragen Politiker und Ingenieure seit ein paar Jahren gleichermaßen, wie man durch Informations- und Kommunikationstechnologien Verkehrsflüsse am Land, zu Wasser und in der Luft effizienter steuern kann. Lästiges Parkplatzsuchen, verspätete Flugzeuge oder lebensgefährliche Auffahrunfälle auf der Autobahn sollen bald der Vergangenheit angehören, versprechen Verkehrsexperten. Wie das geschehen soll, darüber sprachen sie von 7. bis 8. Oktober auf der dritten Lakeside-Konferenz in Villach, die sich den Themen Mobilität und Information widmete. Anna Masoner hat sich unter den Experten umgehört.

2. Vor drei Jahren haben der aus Linz stammende und in Berlin lebende Wissenschaftler Leonhard Dobusch und der Linzer Gemeinderat Christian Forsterleitner das Buch "Freie Netze. Freies Wissen" herausgegeben. In Texten und Interviews wird darin erläutert, welche Rahmenbedingungen frei verfügbare Netze und freier Zugang zu Wissen brauchen und welche Chancen sie für Innovation und Emanzipation bieten. Das Buch lieferte auch konkrete Vorschläge für Projekte auf lokaler Ebene als Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr 2009 in Linz. Vergangene Woche wurden die beiden Herausgeber für das Buch in Karlsruhe mit "Wolfgang Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie" ausgezeichnet.

In Linz entsteht - angeregt durch das Buch und seine Herausgeber - die erste "Open Commons Region". Erste Schritte dafür sind bereits gesetzt, berichtet Sonja Bettel.


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