Tonspuren

Zeit für schlechte Nachrichten. Porträt der Schriftstellerin Margaret Atwood. Von Matthias Däuble

Eine Frau, viele Schubladen. Margaret Atwood ist Schriftstellerin, Kritikerin, Feministin, Gesellschaftsanalytikerin, Umwelt-Aktivistin und Science-Fiction-Preisträgerin wider Willen. Sie mag es effizient. Eine von ihr inspirierte Erfindung erlaubt es ihr, Bücher über große Distanzen hinweg zu signieren.

Eines ist Atwood auf jeden Fall: Kanadierin. "Am Anfang des kanadischen kulturellen Patriotismus stand nicht die Frage 'werde ich tatsächlich so unterdrückt?', sondern 'bin ich tatsächlich so langweilig?'", sagte sie ihrer amerikanischen Schriftsteller-Kollegin Joyce Carol Oates. Ob sich Margaret Atwood diese Frage selbst gestellt hat, ist ungewiss, dass sie selbst maßgeblich zur Entstehung einer kanadischen Identität in der Literatur beigetragen hat, darf als gesichert gelten.

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