Religion aktuell

Neues Religionsgesetz in Ungarn. Gestaltung: Judith Fürst
Pastoraltheologin Polak zu Ungehorsam an der katholischen Kirchenbasis. Gestaltung: Brigitte Krautgartner

Die national-konservative Regierung in Ungarn sorgt wieder einmal für Aufsehen. Grund dafür ist ein neues Religionsgesetz, das die sehr liberal gehaltenen bisherigen Regelungen ablöst. Künftig gelten 14 Gemeinschaften als anerkannt, darunter mehrere christliche Konfessionen, die jüdische und muslimische Gemeinschaft. Bisher waren knapp 370 Religionsgemeinschaften eingetragen. Das religionswissenschaftliche Institut der Universität Szeged hat in seiner jüngsten Erhebung festgestellt, dass die Hälfte dieser Gemeinschaften gar nicht mehr existiert.

Der Pressesprecher des Papstes, Federico Lombardi, hat die Gläubigen in Irland dazu aufgerufen, sachlichere Töne anzuschlagen. Über dramatische Themen wie die aktuelle Missbrauchsdebatte müsse mit der notwendigen Objektivität gesporchen werden, so Lombardi. Zuvor hatte der irische Premierminister Enda Kenny den Vatikan aussergewöhnlich heftig kritisiert und ihm Abgehobenheit und elitäres Denken vorgeworfen.
Die römisch-katholische Pastoraltheologin Regina Polak findet es bemerkenswert, dass ein Politiker derart drastische Worte wählt. Sie wertet das als Zeichen.




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