Dimensionen - die Welt der Wissenschaft
Bosnien-Herzegowina: Rückschritt, Stagnation oder Fortschritt? Über Versuche, einem Land auf die Beine zu helfen. Gestaltung: Tanja Malle
27. Juli 2011, 19:05
Vor über 15 Jahren kehrte mit dem Vertrag von Dayton in das damals kriegszerrüttete Bosnien-Herzegowina wieder Frieden ein. Die Folgen des Krieges sind heute im Straßenbild von Bosniens Hauptstadt Sarajewo kaum noch zu sehen - umso stärker zu spüren bekommt sie hingegen tagtäglich die Bevölkerung des Landes. Ihren Alltag prägen hohe Arbeitslosigkeit, ein Durchschnittslohn, der geringer ist als die Lebenshaltungskosten, und populistische Politiker/innen. Dazu kommt, dass durch die komplizierten Regelungen des Daytoner Abkommens nahezu alle staatlichen Reformversuche scheitern.
Mitte Juni wagten die US-amerikanische Johns Hopkins University und die Sarajewoer Universität mit Nichtregierungsorganisationen ein Experiment: Bei einer internationalen, hochkarätig besetzten Konferenz brachte man Wissenschafter, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen - mit dem Ziel, die dortige Zivilgesellschaft zu stärken und Bosnien-Herzegowina auf die Beine zu helfen.
