Von Tag zu Tag
"Die Macht und die Ohnmacht der Sprachen - zur gesellschaftlichen Transformation in Südafrika". Gast: Neville Alexander. Moderation: Andreas Obrecht. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79
5. Oktober 2011, 14:05
Der südafrikanische Historiker und Sprachwissenschafter Neville Alexander hat gegen das Apartheidregime gekämpft, ist mit Nelson Mandela zehn Jahre lang auf der Gefängnisinsel Robben Island inhaftiert gewesen und im Neuen Südafrika zu einem der wichtigsten Architekten der auf Vielsprachigkeit aufbauenden Sprachpolitik geworden.
Anlässlich eines zu seinem 75ten Geburtstag erscheinenden Buches ist Neville Alexander zu Gast bei Andreas Obrecht.
Schon in jungen Jahren hat Neville Alexander seine Begeisterung für deutschsprachige Literatur und Philosophie entdeckt. Und er hat erkannt, dass Sprache gleichermaßen zu Herrschaftszwecken missbraucht, wie zur Befreiung von eben diesen Herrschaftszwängen genutzt werden kann.
Auch in dem jahrzehntlangen Apartheidregime wurde die Sprache der weißen herrschenden Minderheit gegen die Sprachen der schwarzen Mehrheit systematisch ausgespielt. Geschichte und Gegenwart der "Regenbogennation", in der einstmals marginalisierte Sprachen wieder Gehör finden, werden in der Sendung anhand des Lebensweges des Gastes diskutiert.
Service
Lucijan Busch (Hg.)(2011), "Neville Alexander im Gespräch - Mit der Macht der Sprachen gegen die Sprache der Macht", Drava Verlag
Vortrag von Neville Alexander:
Towards a Culture of Multilingualism
African Perspective on Language and Power
05.10.2011, 19.00 Uhr, Alte Kapelle am Uni-Campus (Altes AKH)
Spitalgasse 2-4, Hof 2.8, 1090 Wien
