Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

1. Lebenswerte Plätze im All - wie die Bausteine des Lebens entstehen
2. Foto-Shooting am Ereignishorizont
3. Alleskönner Mensch - Muskeln vielseitig einsetzbar
4. Rezension: Geschichte Südosteuropas
Redaktion und Moderation: Franz Tomandl

1. Lebenswerte Plätze im All - wie die Bausteine des Lebens entstehen
Damit auf Planeten Leben möglich ist, braucht es mehr als nur Wasser und die richtige Atmosphäre. Die entscheidenden Schritte am Weg zum Leben erfolgen lange bevor Planeten gebildet werden. In der frühen Phase eines Sonnensystems, wenn sich der zentrale Stern erst formiert und die Planeten noch nicht vorhanden sind, entscheiden physikalische, kosmische Prozesse darüber, ob überhaupt die richtigen Moleküle vorhanden sein werden, die später Leben ermöglichen. Ein Forschungsprojekt mehrerer österreichsicher Universitäten untersucht, wie diese physikalischen Zustände um junge Sterne die ersten Momente möglichen Lebens prägen. Mit Manuel Güdel, Institut für Astronomie der Universität Wien. Autor: Mark Hammer.

2. Foto-Shooting am Ereignishorizont - Astronomen wollen erstmals Bilder eines Schwarzen Lochs aufnehmen
Bezeichnender kann man ein Objekt eigentlich gar nicht beschreiben wie mit dem Namen "Schwarzes Loch". Es handelt sich dabei um ein Loch im Raumzeit-Gewebe, um einen unsichtbaren Punkt im Weltall. Doch all das kann Astronomen nicht zurückschrecken: Erstmals haben sie sich international zusammengeschlossen, um ein Foto vom Schwarzen Loch im Zentrum unserer Milchstraße zu bekommen. Dass dies kein Ding der Unmöglichkeit ist, sollte in dieser Woche eine Konferenz an der Universität von Arizona zeigen, die heute zuende geht. Drei Tage lang haben sich Astronomen Gedanken darüber gemacht, wie sie sich ein Bild des Nichts in der Mitte unserer Galaxis machen können. Mit Daniel Stolte, University of Arizona in Tuscon Dan Marrone, Steward, Observatorium der University of Arizona. Autor: Guido Meyer.

3. Alleskönner Mensch - Muskeln vielseitig einsetzbar
Der Mensch kann alles - aber alles nur leidlich gut. So lautet das Urteil einer internationalen Forschergruppe, bestehend aus Biologen und Medizinern aus Salt Lake City, Jena und Hannover, die das Muskelsystem unserer Spezies näher unter die Lupe genommen haben. Denn im Gegensatz zu den hoch spezialisierten Muskeln von Tieren scheint die Muskulatur des Menschen an vielfältige Bewegungsarten angepasst zu sein. Wesentlich an der Fortbewegung beteiligte Muskeln arbeiten jeweils bei sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten am ökonomischsten. Dies dürfte unseren Vorfahren einen gewissen Vorteil in der Evolution verschafft haben. Mit Christoph Anders, Patophysiologe, Universitätsklinikum Jena. Autor: Ronny Tekal Teutscher.

4. Geschichte Südosteuropas
Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und den jugoslawischen Zerfallskriegen in den 1990er Jahren ist eine fast schon unüberschaubare Anzahl von Publikationen erschienen, die sich - aus den unterschiedlichsten Perspektiven - der Geschichte Südosteuropas widmen. Dennoch hat es bisher an einem Standardwerk gefehlt, das die Geschichte des Raums epochenübergreifend erschließt und die gesamtregionalen Zusammenhänge in den Vordergrund stellt. Diese Lücke versucht nun ein soeben erschienener Band zu schließen, der die Geschichte Südosteuropas vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart untersucht. Mit Oliver Jens Schmitt, Vorstand des Instituts für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien Rezensentin: Tanja Malle.

Buchtipp: Konrad Clewing, Oliver Jens Schmitt (Hg.): Geschichte Südosteuropas. Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart., Verlag Friedrich Pustet, Regensburg.






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