Von Tag zu Tag
"Jüdische Vergangenheit und Gegenwart im Burgenland". Gäste: Christof Habres und Lutz Popper. Moderation: Natasa Konopitzky. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79
16. März 2012, 14:05
Im Burgenland gibt es heute keine jüdische Gemeinde - nur mehr vereinzelt leben hier Juden und Jüdinnen. Kaum jemand weiß, dass es vor 1938 Orte mit regem jüdischen Leben gab und Gemeinden, die einen hohen Stellenwert in der jüdischen Welt hatten.
Abgesehen vom Jüdischen Museum in Eisenstadt und einigen wenigen Initiativen erinnert nur mehr wenig daran, Friedhöfe und Synagogen verfallen. Auch das Schicksal der jüdischen Bevölkerung nach 1938 ist nur teilweise aufgearbeitet.
Der Verein R.E.F.U.G.I.U.S. setzt sich seit Jahrzehnten für die Aufklärung des "Kreuzstadl-Massakers" von Rechnitz ein. 180 jüdische Zwangsarbeiter wurden dort im März 1945 von der SS ermordet. Die neuesten Ergebnisse über die Suche nach dem Massengrab werden bis zur Eröffnung des Museums Kreuzstadl in Rechnitz am 25. März erwartet.
Natasa Konopitzky spricht mit Christof Habres, Autor des gerade erscheinenden Buches "Jüdisches Burgenland" und Lutz Popper, Vorstandsmitglied des Vereins R.E.F.U.G.I.U.S.
Service
Christof Habres, Elisabeth Reis: "Jüdisches Burgenland", Metroverlag, März 2012
Eröffnung des Museums Kreuzstadl und Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus am 25. März 2012
