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Radiokolleg - Open Data

Wenn Behörden ihre Daten teilen (4). Gestaltung: Anna Masoner

"Raw data now, Rohdaten sofort." Diesen Aufruf tat Sir Tim Berners Lee vor drei Jahren auf einer großen Konferenz. Vor 23 Jahren erfand er das World Wide Web, aus eigenen Angaben, weil er frustriert darüber war, dass auf seinem Rechner am CERN eine Menge Dokumente lagerten, auf die niemand außer ihm zugreifen konnte. Heute ist er frustriert darüber, dass Daten, die tagtäglich von Wetterstationen, von Verkehrsbetrieben, von Finanzministerien oder Statistikämtern erzeugt werden, nicht für alle zugänglich sind. Der Schöpfer des WWW ist damit wohl der prominenteste Vertreter der Open Data Bewegung, die seit ungefähr zehn Jahren immer mehr Anhänger findet. Ihr zugrunde liegt die Überzeugung, dass eine Gesellschaft profitiert, wenn öffentliche Einrichtungen so transparent wie möglich sind und wenn die von ihnen erzeugten Daten für jeden zugänglich und nutzbar sind.

In vielen Ländern, vor allem im englischsprachigen Raum, stellen Regierungen mittlerweile Informationen in maschinenlesbaren Datensätzen auf eigenen Webseiten zur Verfügung, etwa über die Ausgaben der Ministerien.

Verändert Open Data das Verhältnis zwischen dem Staat und seinen Bürgern? Wer nutzt die freien Daten und wozu? Und werden Politik und Verwaltung durch Open Data Projekte wirklich transparenter?

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