Moment am Sonntag

Schatzi, Hasi und Mausi. Spitz- und Kosenamen zwischen Liebe und Leid, Scherz und Schmerz. Gestaltung, Moderation und Redaktion: Barbara Zeithammer
Aufgeräumt: In einer Wohngemeinschaft (Elis Thiel)

Kind und Hund, Frau und Freund, Schwester und Vater, Arbeitskollege und -kollegin - wer sich besser kennt, spricht sich häufig mit Spitz- und Kosenamen an. Aber auch Autos, Gebäude, Politiker oder Verbrecher werden häufig mit "neuen Namen" versehen.

Die mehr oder weniger phantasievollen Bezeichnungen sind alltäglich aber keineswegs immer angenehm oder angebracht. Sie haften an einem Menschen manchmal fester und nachhaltiger als sein tatsächlicher Name. Davon können alle, die einen Spitznamen - "spitz" im Sinne von "verletzend, spöttisch, höhnisch" - tragen, ein Lied singen.

Bei der Wahl eines solchen Namens ist alles möglich - von Äffchen über Klane und Knuffknuff bis Puppi - nur ausplaudern über die Beziehungsgrenzen hinaus ist tabu. Nicht selten bergen Kosenamen Erklärungsbedarf - darüber spricht man nicht gern, das ist zu privat.

Das ist ein Problem für den Grazer Sprachwissenschafter Rudolf Muhr, der seit heuer die Kosenamensgebung in Österreich erforscht. Er hat einen Fragebogen entwickelt und schickt seine Studierenden auf Spurensuche in die eigenen Beziehungsgeflechte.

Eine Sendung über Identität, Vertrauen, Respekt und Wertschätzung, ausgedrückt in Spitz- und Kosenamen.

Service

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Kosenamen in der Wissenschaft:
Die Verwendung von Kosenamen in Liebesbeziehungen aller Art. Eine anonyme Online-Umfrage der Universität Graz, Forschungsstelle Österreichisches Deutsch

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