matrix

matrix - computer & neue medien

1. Open Source Physiotherapie. Ganganalyse zu erschwinglichen Preisen
Gestaltung: Sylvia Sammer

2. Das Smartphone als Blindenhund - Technologien für Menschen mit Behinderung
Gestaltung: Anna Masoner

1. Die ersten Schritte in einem Menschenleben sind stets ein großes Ereignis, und das hat auch seinen Grund: Der menschliche Gang ist ein sehr komplexes Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und Sinnen. Wie komplex, wird meist erst klar, wenn plötzlich etwas nicht mehr so reibungslos funktioniert wie gewohnt.

Bewegungsprobleme geben einer ganzen Berufsgruppe Arbeit: den Physiotherapeuten, die etwa das Gangbild des Menschen analysieren, um Fehler im Bewegungsablauf messen und nach Möglichkeit beheben zu können. Eine 3D-Bewegungs-Analyse und weitere Hightech-Methoden ermöglichen detaillierte Formen der Befunderhebung und Therapieplanung, sind allerdings auch sehr kostspielig und manchmal zu aufwändig für den praktischen Physiotherapie-Alltag. Der Bedarf an alternativen, günstigeren Systemen - vor allem für die Therapiebegleitung - ruft auch Informationstechnologen auf den Plan. Gemeinsam mit den Physiotherapeuten arbeiten sie an Open-Source-Lösungen, die sich einfach und kostengünstig nutzen lassen. - Die Möglichkeiten und Grenzen dieser Bemühungen beleuchtet Sylvia Sammer für "Matrix".

2. Noch vor fünf Jahren mussten sich Blinde einen teuren Gerätepark zulegen, wollten sie sich einigermaßen verlässlich von A nach B bewegen oder sichergehen, dass das Hemd farblich zur Hose passt. Heute bietet das Smartphone diese Funktionen und noch viele mehr - dank einer Vielzahl von gut gepflegten Apps, die etwa aufzählen, welche Geschäfte oder Cafés es in der Nähe gibt oder Freunde sogar im Gedränge finden.

Trivial sind die alternative Darstellung von Karten und das Routing jedoch nicht. Das hat Anna Masoner beim IKT Forum an der Johannes Kepler Universität Linz erfahren. Veranstaltet wird es vom Kompetenznetzwerk Informationstechnologie zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen. Einmal pro Jahr treffen sich dort Entwickler und Nutzer um sich über den Stand assistierender Technologien auszutauschen.

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