Musikprotokoll 2013 live

(I) Trio Zebra.
Wen Liu: Montage (Uraufführung)
Anton Webern: 3. Satz (Fragment) aus dem Streichtrio op. 20
Miroslav Srnka: The Tree of Heaven
Kaia Saariaho: Cloud Trio
(II) Klangforum Wien.
Antonin Servière: Aquaeductio (ÖE)
Evis Sammoutis: Xylographies für großes Ensemble (ÖE)
Vito Zuraj: Fired-up für Ensemble (ÖE)
Franco Venturini: Metallomorfosi (ÖE)
Pasquale Corrado: Grain (ÖE)
Aurélien Dumont: Abîme apogée (ÖE) (Übertragung aus dem AK Kammersaal in Graz). Präsentation: Elke Tschaikner

(I) Trio Zebra
Violine, Viola, Violoncello. Ernst Kovacic, Steven Dann und Anssi Karttunen. Trio Zebra: "Trotz der Tatsache, dass kein Zebra dem anderen gleicht, da jedes ihrer Streifenmuster einmalig ist, vermittelt eine Ansammlung von Zebras den Eindruck eines einzigen Organismus. Diese Verschmelzung ihrer Eigenheiten ermöglicht es ihnen, einen starken kollektiven Eindruck auf Löwen, Leoparden, Hyänen und das Publikum zu machen. Allerdings ist die wohl wichtigste Eigenschaft der Zebras ihre Weigerung, sich von der öffentlichen Meinung lenken zu lassen. Zebras sind die einzigen Pferde, die nicht domestiziert wurden. Sie sind einfach zu stur. Könnten wir diese ganze neue Musik in die Welt tragen, ohne auch ein bisschen in diese Richtung zu tendieren?"
Eindruck auf Löwen, Leoparden, Hyänen und das Publikum zu machen, versucht das Trio Zebra mit einem feingewobenen Programm, dessen durchlaufende Konzertdramaturgie unterschiedlichste, individuelle Klangsprachen heutiger Komponierender mit filigranen Triominiaturen von Anton Webern verflechtet. U.a. auf dem Programm: Die Uraufführung des Stücks "Montage" von Wen Liu, die im vergangenen Jahr die Gewinnerin des Ö1 Talentebörse Kompositionspreises war. Ihr neues Stück, das an diesem Abend vom Trio Zebra erstmals gespielt wird ist der vom musikprotokoll im Zusammenarbeit mit Ö1 erstmals vergebene "Emil Breisach musikprotokoll Kompositionsauftrag", benannt nach dem Gründer dieses Festivals, der heuer seinen 90. Geburtstag gefeiert hat.

(II) Klangforum Wien
Unirsi al cielo
Ein Himmelfahrtskommando in 66 Minuten. Zugleich eine ernsthafte, künstlerische Auseinandersetzung mit christlicher Philosophie und chinesischer Kosmologie. Mit den fünf Elementen als Fundament der Unternehmung und dem Menschen, den die Sehnsucht nach Elysischem bewegt, als konstituierendem sechstem Element. Das jesuitische Centro Culturale San Fedele in Mailand hat sechs Komponierende aus Italien, Frankreich, Zypern und Slowenien ausgewählt, die diese Himmelseroberung gemeinsam mit dem Klangforum Wien und dem Publikum wagen sollen. "Unirsi al cielo": Vielleicht keine Vereinigung mit Himmlischem, aber eine Annäherung an den Himmel.

Sendereihe