Vom Leben der Natur

Von der Schindel bis zum Leinen - Traditionelle Winterarbeiten am Bauernhof.
Teil 5: Waltraud Blaimauer erzählt über das Weben.
Gestaltung: Ilse Huber

In der dunklen Jahreszeit verlagern sich die bäuerlichen Arbeiten vom Feld in den Hof. Das ist heute nicht anders als früher, jedoch haben bestimmte handwerkliche Tätigkeiten nicht mehr jenen Stellenwert wie früher, als noch viel per Hand gefertigt wurde. Die Frauen widmeten sich oft der Textilgestaltung - entweder zur Herstellung von Wolle oder zur Produktion von Leinen. Die Männer verarbeiteten Holz nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Bauen und für die Gebindeerzeugung. Das Vorsorgeprinzip, das Kreislaufsystem am bäuerlichen Betrieb gab den Anstoß dafür, genügend Haus-Reparaturmaterial wie etwa Schindeln bereitzustellen bzw. Aufbewahrungs- und Lagerungsmöglichkeiten wie Obstkörbe und Wein- oder Mostobstfässer zu schaffen.

Die niederösterreichischen landwirtschaftlichen Fachschulen in Hohenlehen und Unterleiten vermitteln das Spinnen, Weben, Korbflechten, Fassbinden und Schindelspalten. Das Interesse steigt bei vielen Menschen abseits der Landwirtschaft, wieder selbst anzupacken, natürliche Materialien aus der Umgebung (womöglich selbst gesammelt) zu Körben, Wollpullovern und ähnlichem zu verarbeiten.

Thomas und Martin Six sprechen diese Woche über die Schindel- und Korbherstellung sowie über die Fassbinderei.

Rosa Janisch erzählt, wie Wolle und Leinen gewonnen werden und Waltraud Blaimauer verwebt die Fäden letztendlich zu Pölstern, Leintüchern und Teppichen.


Service

INTERVIEWPARTNER:

Martin Six
Thomas Six
Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen

Hohenlehen Bergbauernschule

Waltraud Blaimauer
Rosa Janisch
Landwirtschaftliche Fachschule Unterleiten

Fachschule für LHW - Unterleiten

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