Da capo: Im Gespräch

"Erwerbsarmut führt zu Altersarmut"
Renata Schmidtkunz spricht mit Christoph Butterwegge, Soziologe an der Universität Köln

"Wir haben nicht nur eine Krise des Sozialstaates, der Wirtschaft, des Finanzmarkts, wir haben auch eine Krise des Repräsentativsystems der repräsentativen Demokratie!" Mit diesen Worten beschreibt mein heutiger Gast die Situation, in der sich mitteleuropäische, demokratische Sozialstaaten seiner wissenschaftlichen Meinung nach zurzeit befinden.

Dr. Christoph Butterwegge ist Professor für Politikwissenschaften und Direktor des Instituts für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Universität Köln. Er studierte Sozial- und Rechtswissenschaft, Psychologie und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Von 1991 bis 1994 war Butterwegge, der 1951 in der Nähe Münster in Westfalen zur Welt kam, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bremischen Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung. Von 1994 bis 1997 lehrte er am Fachbereich für Politikwissenschaft und Sozialpolitik an der FH Potsdam. Seit 1998 hält er eine Professur an der Uni Köln.

Christoph Butterwegge forschte und forscht zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus, (Jugend-)Gewalt, Gewaltprävention und Migrationspolitik, Globalisierung, Neoliberalismus, Sozialstaat, demografischer Wandel, relative Armut - besonders von Kindern - und Generationengerechtigkeit. Er ist Autor zahlreicher Publikationen. Zwischen 1998 und 2005, der Kanzlerschaft Gerhard Schöders, wurde er dessen heftigster Kritiker. Soeben erschien in fünfter aktualisierter Auflage sein Buch "Krise und Zukunft des Sozialstaats".

Service

Christoph Butterwegge, "Krise und Zukunft des Sozialstaats", Verlag Springer Wiesbaden, 2013 (5. Auflage)

Christoph Butterwegge, "Armut im Alter. Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung", Campus Verlag Frankfurt, 2012

Christoph Butterwegge, Bettina Lösch und Ralf Ptak (Hrsg.), "Neoliberalismus. Analysen und Alternativen", Verlag Springer Wiesbaden, 2008

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