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Die Faszination des Puppentheaters (1). Gestaltung: Sonja Bettel

Wohl jede/r von uns war als Kind in einem Kasperltheater oder hat selbst mit Handpuppen, Marionetten oder gar Kochutensilien "Theater" gespielt. Doch das Puppentheater ist beileibe (nicht nur) ein Kinderspiel. Tatsächlich stammt das Figurentheater aus der Erwachsenenwelt und ist die wohl älteste Form der dramatischen Darstellung. Priester verwendeten Figuren, um die Einbildungskraft der Gläubigen zu beeinflussen. Später entwickelten sich daraus Theaterpuppen, die nach einer mehr oder weniger vorgegebenen dramatischen Handlung auf einer Art Bühne "auftraten".

Zum Kindertheater entwickelte sich das Figurentheater erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Heute gibt es das Figurentheater immer noch - trotz (und mit) neuester Technik und digitaler Medien. Egal ob Marionetten, Stabpuppen, Handpuppen, Klappmaul oder animierte Gegenstände, das Figurentheater lebt auf kleinen und größeren Bühnen und passt zum Jahrmarktambiente genauso wie ins Burgtheater oder das Konzerthaus.

Doch wie ist es möglich, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene vom Puppenspiel so mitgerissen werden, dass sie sich mit den Figuren freuen, leiden, lachen und weinen, und sogar die Puppenspieler/innen selbst manchmal vergessen, dass die Puppe kein lebendiges Wesen ist? Und wie muss eine Figur gestaltet und gespielt werden, um Animus zu bekommen? Sonja Bettel hat nachgeforscht.

Service

Literatur:
Gyula Molnàr: Objekttheater.
Verlag Theater der Zeit, 2011
Silvia Brendenal (Hg): Animation fremder Körper. Arbeitsbuch zum Puppen-, Figuren- und Objekttheater.
Verlag Theater der Zeit, 2000.
double. Magazin für Puppen-, Figuren- und Objekttheater.
Erscheint Vierteljährlich.

Prater-Kasperl
maschek
Theater Rabenhof
Studiengang Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin
Puppentheatermuseum Berlin
Nikolaus Habjan
Schuberttheater
Electric Circus
Kabinetttheater
Theater Fink

Sendereihe