Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

Texte - neue Literatur aus Österreich

"Zorniger Dreier". Aus einem Romanmanuskript von Andreas Weber. Gestaltung: Daniela Wagner

Fred Dreier, ein Prosa schreibender Deutschprofessor, tötet zwei Menschen: zunächst einen Priester, der Missbrauch am jungen Migranten Ivica begangen hat, dann einen Tatzeugen, der ihn erpresst. Dreier wird seiner Taten nicht überführt, er kann entkommen. Zwar fühlt er sich nicht schuldig und die Welt erscheint ihm ohne seine Opfer gerechter, aber die saturierte Langeweile des respektierten Akademikers ist vorbei. Sein Leben erscheint Dreier spannend wie noch nie, kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag endet sein bürgerliches Leben mit Ehe und Familie. Fred zieht in ein Hotel, steht wieder am Beginn und fühlt sich jung. Doch er hat getötet - und mit diesem Wissen ist sein Alltag schwieriger, als er sich das je vorstellen konnte.

Andreas Weber, 1961 in Horn/ NÖ geboren, lebt und arbeitet in Linz. Studium der Germanistik und Geschichte. Als Schriftsteller, Herausgeber zahlreicher Publikationen und Filmemacher (Porträts), aber auch als Deutschprofessor und Kulturjournalist tätig. Mehrere Preise und Stipendien. Auslandsaufenthalte in Deutschland, Slowenien, England und in den USA. Veröffentlichungen auch in Literaturzeitschriften und Anthologien. Zuletzt erschienen: "Veitels Traum" (Roman, Picus Verlag, 2010), "So nicht - Sentimental Stories" (Picus Verlag, 2007), "Lanz" (Roman, Otto Müller Verlag, 2004). Aus dem weiteren Werk: "Ritalin Baby - 7 österreichische und 7 tschechische Geschichten" (Herausgeber Walter Kohl und Andreas Weber, Verlag Bibliothek der Provinz, 2008). "Rebellen - Ein Drama in III Akten" (aus NÖ. Dramenanthologie, Verlag Literaturedition St. Pölten), Uraufführung am 23. Jänner 2003 in der Werkstattbühne im Stadttheater St. Pölten.

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