Religion aktuell

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1. Erstkommunionlieder im Volksschul-Gesamtunterricht begrenzt zulässig
2. Orden präsentieren Video-Reihe "Viel mehr wesentlich weniger"
3. US-Außenministerium über Christenvertreibung in Nahost besorgt

1. Erstkommunionlieder im Volksschul-Gesamtunterricht begrenzt zulässig

Dürfen Lieder zur Erstkommunionvorbereitung im Gesamtunterricht in der Volksschule gesungen werden oder nur in den katholischen Religionsstunden? Diese Debatte hat im Mai, ausgehend von einer Volksschule in Niederösterreich, für einiges Aufsehen gesorgt, wo Erstkommunionlieder auch im Musikunterricht geprobt worden sind. Dagegen hatten sich Eltern, deren Tochter konfessionslos ist, gewehrt und eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht eingebracht. Heute heißt es in dieser Causa von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen: Das Singen religiöser Lieder sei im Gesamtunterricht in der Volksschule in einem "bescheidenen" Rahmen zulässig, es dürfe aber nicht ausschließlich zur Vorbereitung der Erstkommunionfeier erfolgen.


2. Orden präsentieren Video-Reihe "Viel mehr wesentlich weniger"

Unter dem Titel "viel mehr wesentlich weniger" haben die österreichischen Ordensgemeinschaften heute eine Videoreihe präsentiert, in der katholische Ordensfrauen und -männer mit prominenten Persönlichkeiten - etwa mit Musikern und Politikerinnen - ins Gespräch kommen, und unter anderem über gesellschaftliche Herausforderungen diskutieren.
Diese Videoreihe ist der Auftakt für das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Orden, das die Gemeinschaften nächstes Jahr begehen werden. - Gestaltung: Kerstin Tretina


3. US-Außenministerium über Christenvertreibung in Nahost besorgt

Die USA schlagen wegen der zunehmenden Vertreibung von religiösen Minderheiten in der Welt Alarm - im vergangenen Jahr habe die größte Vertreibung religiöser Gemeinschaften in der jüngeren Vergangenheit stattgefunden, heißt es im aktuellen Bericht des US-Außenministeriums zur Lage der Religionsfreiheit weltweit.
Besonders besorgt äußert sich der Bericht über die Situation von Christinnen und Christen im Nahen Osten. Angesichts des Bürgerkriegs in Syrien und dem Erstarken der radikalen Islamisten im Irak werde das Christentum in der Region zu einem "Schatten seiner selbst" warnt das US-Außenministerium. Hunderttausende Christen seien bereits geflohen. Allein in der syrischen Stadt Homs, wo früher rund 160.000 Christen gelebt hätten, seien es heute nur mehr etwa eintausend.


Moderation: Andreas Mittendorfer

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