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Im Fokus - Religion und Ethik
Die Schöpfung verteidigen
Aktuell im Fokus: Humanitäre Krise im Nahen Osten +++ Thema im Fokus: Indigene und Umwelt unter Druck - Die Schöpfung verteidigen +++ Serie: Nicht Fisch, nicht Fleisch - Verbotene Speisen in den Religionen +++ Moderation: Konstantin Obermayr
18. März 2026, 16:05
Aktuell im Fokus: Humanitäre Krise im Nahen Osten
Seit einigen Tagen rücken israelische Truppen immer tiefer in den Südlibanon ein, parallel feuert die Hisbollah aus dem Libanon erneut Raketen auf den Norden Israels. Seit Beginn des jüngsten Konflikts zwischen Israel und der im Libanon ansässigen Hisbollah sind mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Bei neuen Angriffen im Zuge des Iran-Krieges - unter anderem auf die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad und auf die Vereinigten Arabischen Emirate sind am 17. März mehrere Menschen getötet worden. Die Nahost-Region kommt nicht zur Ruhe. Die aktuelle Eskalation trifft etwa im Libanon eine Zivilbevölkerung, die ohnehin schon seit vielen Jahren mit schweren wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat. Hilfsorganisationen versuchen unter schwierigen Umständen die größte Not zu lindern, berichtet Amelie Sztatecsny.
Yara Yassine arbeitet für das Internationale Rote Kreuz in Beirut. Sie ist verantwortlich für strategische Partnerschaften und Ressourcenbeschaffung in dieser Region. Alexandra Mantler spricht mit ihr über die humanitäre Situation im Libanon, Iran und Irak, welche Hilfe derzeit am dringendsten gebraucht wird und warum die Solidarität der Menschen hier im muslimischen Fastenmonat Ramadan besonders hoch ist.
Thema im Fokus: Indigene und Umwelt unter Druck - Die Schöpfung verteidigen
Kolumbien hat sowohl eines der ambitioniertesten Schutzgesetze für die indigene Bevölkerung als auch eine der fortschrittlichsten Umweltgesetzgebungen der Welt. Trotzdem geraten sowohl indigene Gemeinschaften als auch die großen Wald- und Flussgebiete unter großen Druck. Illegaler Goldabbau, Koka-Plantagen, Brandrodung und Abholzung bedrohen einige der artenreichsten Landschaften der Erde. Johannes Kaup hat sich auf eine Reportagereise nach Kolumbien begeben, um nach den Gründen dafür zu suchen.
Teil 1 der Kolumbien-Reportage
In der Sierra Nevada de Santa Marta, dem höchsten Gebirge Kolumbiens, lebt das Volk der Arhuacos. Ihr Widerstand gegen die Zerstörung ihres Lebensraums speist sich aus einer faszinierenden Schöpfungsspiritualität. Die ökologische Krise ist für sie eine Störung der kosmischen Harmonie, als deren Hüter sich die Arhuacos verstehen.
Im Chocò, einem der ärmsten und konfliktreichsten Regionen im Westen Kolumbiens wiederum leidet die afrokolumbianische und die indigene Bevölkerung an der Abwesenheit staatlicher Autoritäten zur Durchsetzung der basalen Menschenrechte. An Orten, an denen der Staat nicht präsent ist, betreibt die katholische Kirche Schulen und Gesundheitseinrichtungen und unterstützt die Bevölkerung. All das macht sie zu einer Verteidigerin der Rechte der Indios und der Schwarzen.
Widerstand gegen die Zerstörung leistet auch ein kleines - von Österreichern geleitetes - ökosoziales Naturschutzprojekt, das neue Wege für ein gutes Leben für alle aufzeigen will. Johannes Kaups Reportage begleitet Akteurinnen und Akteure, die ihre Lebensrechte und die Schöpfung verteidigen.
Serie: Nicht Fisch, nicht Fleisch - Verbotene Speisen in den Religionen
"In vino veritas", im Wein liegt die Wahrheit, soll der antike griechische Dichter Alkaios von Lesbos schon vor mehr als 2500 Jahren gesagt haben. Nicht erst seit dieser Zeit begleitet der Alkohol die Menschheit: Beim gemeinsamen Essen, beim geselligen Zusammensein oder bei festlichen Anlässen. Und auch viele Religionen haben zum Alkoholkonsum klare Vorstellungen - sie reichen von strengen Verboten bis hin zu Ritualen, in denen Wein eine zentrale Rolle spielt. Nikolaus Hofer hat sich das genauer angesehen.
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- Konstantin Obermayr
