Praxis - Religion und Gesellschaft

1. Jihad versus Jihadismus und der Krieg der Worte
2. Gedenken an historischer Isonzofront
3. Papua Neuguinea: Hilfe per Helikopter
4. Honduras: Schutz für Mädchen

1. Jihad versus Jihadismus und der Krieg der Worte

Sie bezeichnen sich als Gotteskrieger und wollen als Jihadisten ein Kalifat, einen sogenannten Gottesstaat errichten. Die Terrorgruppe, die sich selbst "Islamischer Staat" nennt, kämpft mit brutalsten Methoden, aber auch mit Begriffen. In Europa wächst einstweilen die Sorge um - meist - Jugendliche, die in den Kampf ziehen wollen. Anfang dieser Woche haben in Österreich die zuständigen ÖVP-Minister ein Gesetzespaket präsentiert, demnach sollen etwa IS-Symbole verboten werden. Im Interview erläutert der Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker, warum er diesen Ansatz skeptisch betrachtet. - Gestaltung: Sandra Szabo


2. Gedenken an historischer Isonzofront

Papst Franziskus hat am vergangenen Wochenende Stätten der Erinnerung an der historischen, sogenannten Isonzofront besucht. Während des Ersten Weltkriegs starben bei Kämpfen zwischen Italien und Österreich-Ungarn hunderttausende Soldaten. Mit den Worten "Krieg ist Wahnsinn" hat Papst Franziskus dabei eindringlich für Frieden appelliert und eine Anklage gegen Waffenhändler und Kriegshetzer gerichtet. - Gestaltung: Mathilde Schwabeneder


3. Papua Neuguinea: Hilfe per Helikopter

In Papua Neuguinea spielen die Zugehörigkeit zu einer der knapp 1000 indigenen Gruppen und damit auch die Ahnenverehrung bis heute eine große Rolle. Der große Inselstaat liegt im Pazifik und die Mehrheit der rund 6,7 Millionen Einwohner sind Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen. Bis heute wird ein Großteil der Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen von christlichen Organisationen betrieben. Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, unterstützt seit Jahren Hilfsprojekte in Papua Neuguinea. Einer ihrer wichtigsten Projektpartner dabei ist der australische Priester Roger Purcell. - Gestaltung: Maria Harmer


4. Honduras: Schutz für Mädchen

Armut, Korruption und Gewalt prägen den Alltag vieler Menschen im mittelamerikanischen Land Honduras, oft sind Kinder und Jugendliche die Leidtragenden. Mädchen etwa, die auf eine bessere Zukunft hoffen, sich jedoch bald in einem Albtraum wiederfinden, wenn sie und ihre Eltern den falschen Menschen vertrauen und in die Prostitution gezwungen werden. Unterstützt von der Kindernothilfe Österreich wird in einem eigenen "Schutzhaus für Mädchen" in Honduras den Betroffenen geholfen, ihre traumatischen Missbrauchserlebnisse zu verarbeiten. Schritt für Schritt soll so auch neues Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Außerdem bemühen sich Anwälte im Zuge eines Rechtshilfeprogramms darum, dass Strafverfahren gegen die mutmaßlichen Täter eingeleitet werden. - Gestaltung: Kristina Jankovic, Alexandra Mantler, Sandra Szabo


Moderation: Sandra Szabo




Service

Dreikönigsaktion
Kindernothilfe Österreich

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