Tonspuren

"Ich gehör eigentlich nicht dazu, sag ich leise." Die Malerin und Schriftstellerin Teresa Präauer. Feature von Peter Zimmermann.
Redaktion: Alfred Koch

Aufgefallen ist Teresa Präauer vor zehn Jahren als Malerin mit farbintensiven Frauenporträts und mit Zeichnungen von Vögeln. Vor allem die gefiederten Luftbewohner wurden über die Jahre zu ihrem Markenzeichen, auf Papier, aus Papier, manchmal auf dem Kopf.

Als im Herbst 2012 ihr erster Roman "Für den Herrscher aus Übersee" erschien, der als bestes Debüt mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, sprachen viele Kritiker/innen von einem "seltsamen Buch". Wohl deshalb, weil Teresa Präauer die Luftigkeit ihrer Bilder in Sprache übersetzt hat. Eine Sprache, die nicht die Wirklichkeit abbildet, sondern Wirklichkeit erst erzeugt. Eine Sprache, die aus sich heraus Welt schafft und Dinge möglich macht, die außerhalb der Vernunft stehen.

Ihr zweiter Roman "Johnny und Jean" handelt von der Kunst - genauer gesagt: vom Künstlersein. Oder vielmehr davon, was es bedeutet, sich das Künstlersein vorzustellen. Irgendwie luftig, fliegend, von oben das Ganze und die eigene Vergangenheit betrachtend, mit den Gefühl, nirgendwo dazuzugehören.

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