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Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner. Gestaltung: Bernhard Fellinger

1. Ab 28. Oktober ist in der Neuen Oper Wien "Orest" von Manfred Trojahn zu sehen. In Orest arbeitet Manfred Trojahn in einem eigenen Libretto den Mythos vom Muttermörder auf. Die Hauptfigur des Dramas, Orest, ist ein Leidender, der sich von der Göttermacht zu emanzipieren sucht, er vibriert, so Manfred Trojahn, zwischen Fremdbestimmung und der Vision von einem neuen Leben: Ein Held, der meint, er könne die Schuld hinter sich lassen und später bemerken wird, dass er mit der Schuld zu leben hat, um sie zu überwinden." Drei weibliche Figuren, Elektra, Hermione und Helena verkörpern in dieser Oper von Manfred Trojahn divergierende Charaktere. Die männliche Göttermacht tritt als ein Doppel auf, Apollo und Dionysos, die zwei Seiten einer Figur darstellen: der politische Zyniker und der sinnliche Verführer. Eine besondere Klammer bildet der musikalisch eindruckvolle Ausgangspunkt der Oper: ein Traumbild des in seiner Qual gefangenen Orest, eine Musik von sechs Frauenstimmen, zuweilen gekoppelt an sechs Soloviolinen, die klanglich den ganzen Zuschauerraum ausfüllen. Den Schluss lässt Manfred Trojahn offen: Wie alle seine Opernhelden geht auch Orest am Schluss fort, ohne dem Zuschauer eine Antwort auf Fragen zu geben. Zu sehen ab 28. Oktober in der Neuen Oper Wien.


2. Die Überwindung des Todes durch den Glauben ist ein Thema, das Komponisten seit Jahrhunderten immer wieder aufs Neue beschäftigt. Die Geschichte von Lazarus, den Jesus von den Toten auferweckt, diente Franz Schubert als Grundlage fu?r sein unvollendetes Oratorium "Lazarus". Am kommenden Freitag ist dieses im Festspielhaus St. Pölten zu sehen. Unter anderem mit Steve Davislim als Lazarus, Werner Gu?ra als Nathanael und Rachel Harnisch als Maria.
Außerdem dabei der Wiener Singverein und die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Ingo Metzmacher. Da dieses Oratrium ja unvollendet ist und mitten im zweiten Teil abbricht, hat Ingo Metzmacher noch eine weitere musikalische Kostbarkeit ausgesucht: Olivier Messiaens Werk "Et exspecto resurrectionem mortuorum", das den Auferstehungsgedanken in rein orchestrale Klänge übersetzt. Zwei selten gespielte Meisterwerke, zu sehen am 24. Oktober um 19:30 Uhr im Festspielhaus St. Pölten.

3. Lustiges gibt es seit vorgestern in der Bühne Baden zu sehen: Ein Walzertraum von Oscar Strauss. Leutnant Niki ist ohne noch einnmal richtig darüber nachzudenken eine Ehe mit der Tochter des Fürsten von Flausenthum eingegangen. Kaum aber trägt er den Ehering, will er nur mehr weg, eine Damenkapelle wird ihm den Kopf verdrehen, insbesondere Frau Franzi, die Dirigentin des Orchesters. Ob sich Nikis Ehefrau Helene das alles gefallen lässt ? Ein Walzertraum von Oscar Strauss, derzeit in der Bühne Baden in Niederösterreich. Die nächste Vorstellung ist am Donnerstag.

Service

Neue Oper Wien
Festspielhaus St. Pölten
Bühne Baden

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