Passagen

Aus dem ORF RadioKulturhaus.
Literatur ist der Rede wert: Die literarische Soiree.
Spezialausgabe: Thomas Bernhard und Samuel Beckett.
Aufzeichnung aus dem RadioCafe vom 30. Oktober. Mit: Jochen Jung, Autor, Verleger, Klaus Kastberger, Literaturwissenschafter und Publizist, Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten. Moderation und Bearbeitung: Robert Weichinger

Längst schon sind sie moderne Klassiker. Immer noch werden ihre Werke gelesen, ihre Stücke aufgeführt, man hält Symposien über sie ab, schreibt, Biographien, Erinnerungsbücher und Dissertationen: Thomas Bernhard und Samuel Beckett. Der eine ein Könner des furiosen Rundumschlags, der Methode der öffentlichen Vorführung und Demaskierung, ein starker Übertreiber. Der andere ein Meister der Reduktion, dem Fragmentarischen und dem Verstummen zugewandt. Beide sind sie Existentialisten, Bernhard auf beredte, Beckett auf geheimnisvoll stille Weise. Obwohl sie sich in ihrer literarischen Herangehensweise stark unterscheiden, treffen sie auf einer philosophisch-inhaltlichen Ebene sehr wohl aufeinander: Bei beiden geht es um die Hilflosigkeit des Individuums in einer ignoranten und feindlichen Welt. Die Isoliertheit des Einzelnen ist sowohl Bernhards als auch Becketts großes Thema.

Eine literarische Soiree über zwei Weltdichter, die 1989, vor 25 Jahren, verstorben sind.

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