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Friedrich Kurrent: Reise-Skizzenbücher für Akademie der bildenden Künste
NÖ Viertelfestival: Das Projekt "Hohes Land" im Industrieviertel

Friedrich Kurrent: Reise-Skizzenbücher für die Akademie der bildenden Künste

Der Architekt, Lehrer und Zeichner Friedrich Kurrent trennt sich von 55 seiner Reise-Skizzenbücher. Die insgesamt 1500 zeichnerischen Dokumentationen von Städten und ihren Bauten sind in den vergangenen 55 Jahren auf Reisen durch Europa, Vorderasien und Nordafrika entstanden. Heute Nachmittag schenkt er sie im Rahmen einer feierlichen Übergabe, als Vorlass dem Kupferstichkabinett in der Wiener Akademie der bildenden Künste. Ein Dutzend der Skizzen-Bücher werden für die Zeit der Feierlichkeiten in Glasvitrinen zur Ansicht aufgelegt. 1931 in Salzburg geboren, zählt Friedrich Kurrent zu den Bewahrern der Architektur der Moderne, wie dem Wittgensteinhaus, dem Spittelberg, den Wiener Stadtbahnstationen oder dem Semperdepot. Und er gehört zu den profundesten Kennern der Bauten von Otto Wagner, Josef Hoffmann oder Adolf Loos. In dieser Tradition hat Friedrich Kurrent als Architekt und Lehrer auch seit je her gezeichnet. Dabei geht es ihm vor allem darum, reduzieren, weglassen und sich auf das für ihn Interessante konzentrieren zu können - nach dem Credo "ich zeichne, was man nicht fotografieren kann". Für Friedrich Kurrent sind diese Skizzen wie Notizen für einen Schriftsteller. So spricht er in ihrem Zusammenhang auch von "visueller Erinnerung" und der Intention, das Innen und Außen eines Gebäudes in einer Zeichnung zu erfassen, wie es bereits in der Renaissance versucht worden ist. Eine Praxis, die er übrigens bei der heutigen Architektenschaft vermisst. Wird doch meist nur noch digital am Computer gearbeitet und der essentielle Unterschied zum Analogen vergessen: der von Leonardo da Vinci formulierte Grundsatz, dass eine Linie nicht etwa die Aneinanderreihung von Punkten ist - wie es heute digital passiert - sondern ein Punkt, der sich in Bewegung setzt.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


NÖ Viertelfestival: Das Projekt "Hohes Land" im Industrieviertel

Wolfgang Hartl und sein Team vom Atelier Am Stein haben für das niederösterreichische Viertelfestival Visionen als Plakate umgesetzt. Jedes Plakat zeigt eine Vorstellung von der Zukunft des Industrieviertels, im Fokus steht die Region "Hohes Land" im Jahr 2115. In hundert Jahren, so die Annahme, reicht der Ballungsraum Wien bis zum Wechsel. Das Kunstprojekt "Hohes Land 2115" präsentiert Ideen, welche die Gegensätze zwischen Stadt und Land, Natur und Technologie auflösen.- Gestaltung: Paul Lohberger



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