Radiogeschichten

"Die Botschaft" und "Steh auf, steh doch auf". Von Heinrich Böll (30. Todestag am 16. Juli). Es liest Raphael von Bargen. Gestaltung: Edith Vukan

Der Krieg ist zwar zu Ende, seine Folgen aber sind überall sichtbar und spürbar. Zerstörte Landschaft, zertrümmerte Ortschaften, trostlose Nachkriegsszenerie. In der ersten Geschichte muss der Ich-Erzähler der Frau eines Kameraden die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen; in der zweiten Geschichte trauert der Ich-Erzähler am Grab um den Verlust seiner geliebten Frau.

Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Geboren 1917 in Köln, begann er 1937 eine Lehre als Buchhändler und das Studium der Germanistik. In diese Zeit fallen bereits seine ersten schriftstellerischen Versuche. Mit Kriegsausbruch wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war sechs Jahre lang Soldat. Nach der Kriegsgefangenschaft veröffentlichte er den Nachkriegsroman "Kreuz ohne Liebe" und erste Kurzgeschichten, die Bölls Ruhm als Kurzgeschichtenautor begründeten. 1950 erschien der Sammelband "Wanderer kommst du nach Spa ...".

Bölls bekannteste Werke: "Irisches Tagebuch" (1957), "Ansichten eines Clowns" (1963), "Gruppenbild mit Dame" (1971), "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1974).

1972 wurde Heinrich Böll mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die Begründung der Jury lautete: "Für eine Dichtung, die durch ihre Verbindung von zeitgeschichtlichem Weitblick und liebevoller Gestaltungskraft erneuernd in der deutschen Literatur gewirkt hat".

Sein Leben lang nahm Böll aktiv Anteil am politischen Geschehen im In- und Ausland - und galt bis zu seinem Tod am 16. Juli 1985 als Kämpfer für einen globalen Frieden.

Service

Heinrich Böll, "Die Botschaft" und "Steh auf, steh doch auf" aus "Erzählungen", hrsg. von Jochen Schubert, Kiepenheuer & Witsch, 2010

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