Europa-Journal

1. Steht Polen vor einem Machtwechsel?
2. Frankreichs Intellektuelle - rechts statt links
3. Flüchtlinge - Wiedersehen in Österreich

Moderation: Agathe Zupan


Steht Polen vor einem Machtwechsel?

Am Sonntag wird in Polen ein neues Parlament gewählt, und glaubt man den Meinungsforschern, wird es zu einem Rechtsruck und damit zu einem Wechsel an der Regierungsspitze kommen. Denn die Spitzenkandidatin der rechtskonservativen Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS), Beata Szydlo, liegt in den Umfragen deutlich vor der amtierenden Ministerpräsidentin Ewa Kopacz von der rechtsliberalen "Bürgerplattform" (PO). Im Wahlkampf der vergangenen Wochen wurde aber eines deutlich: In der PiS zieht nach wie vor Ex-Premier Jaroslaw Kaczynski die Fäden. Ein Wahlsieg seiner Partei würde Polen innerhalb der Europäischen Union wieder zum unsicheren Kantonisten machen.
Darüber haben bei einer Veranstaltung des Instituts für Mitteleuropa und dem Donauraum der Politologe Klaus Bachmann, von der Universität Warschau, Adam Krzeminski, Kommentator der Wochenzeitschrift "Polityka" und Martyna Czarnowska, Korrespondentin der Wiener Zeitung in Brüssel, diese Woche in Wien diskutiert. Brigitte Fuchs berichtet


Frankreichs Intellektuelle - rechts statt links

In Frankreich ist seit kurzem ein Phänomen zu beobachten, das gerade in den letzten Wochen und Monaten in der Öffentlichkeit für hitzige Diskussionen sorgt: die namhaften und in den Medien stark präsenten französischen Intellektuellen stehen heute ganz eindeutig rechts. Das geflügelte Wort vom "Linksintellektuellen" hat im heutigen Frankreich so gut wie ausgedient, die sogenannten "Neoreaktionäre" dominieren die öffentliche Debatte.
Ob Regis Debray, Emmanuel Todd, Alain Finkielkraut oder Michel Onfray - sie scheinen alle einen Feldzug gestartet zu haben gegen das Establishment und die so genannte "politische Korrektheit", gegen Europa und den Niedergang der französischen Zivilisation inmitten der Globalisierung.
Manche in Frankreich werfen diesen Vordenkern inzwischen sogar vor, zu Steigbügelhaltern von Marine Le Pen und der Nationalen Front geworden zu sein. Hans Woller über einen Wertewandel im Denken Frankreichs


Flüchtlinge - Wiedersehen in Österreich

Auf der mühsamen Flucht nach Europa werden Familien, Paare und Freunde mitunter voneinander getrennt. Die Freude ist groß, wenn man einander wiederfindet. So auch für Hadi aus Syrien, der im Burgenland seinem besten Freund begegnet ist. Und für Vasilis, einen griechischen Filmemacher, der in den letzten eineinhalb Jahren Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze betreut hat und jetzt in Österreich Nachschau hält, wie es ihnen in der neuen Heimat geht. Cornelia Krebs berichtet

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Nachtjournal

FR | 15 November 2013