Salzburger Nachtstudio

Die Spieltheorie - Strategien der Entscheidungsfindung.
Gestaltung: Michael Reitz

Was haben Spieltheorie und Psychotherapie gemeinsam? Den Ausweg aus der Zwickmühle. Schon seit Jahren wird die Spieltheorie in völlig unterschiedlichen Sparten angewendet. Die Beispiele reichen von der Ökonomie, Militärstrategie, über die Politik, Psychologie, Verhaltensforschung, Soziologie bis hin zur Unternehmungsführung.

In der systemischen Psychotherapie gelangte sie unter anderem durch Helm Stierlin und Paul Watzlawick zu Popularität. Sie konstruierten theoretische Entscheidungssituationen, entwickelten beispielhaft denkbare Problemszenarien, um so das Rüstzeug für mögliche Lösungsstrategien zu erarbeiten. Das einfachste und gleichzeitig bekannteste Beispiel ist die sogenannte Zwickmühle. Sie ermöglicht dem Gegner keinen Spielzug mehr. Die Strategie kann hier nur lauten, besagte Situation bereits im Vorfeld zu verhindern.

Michael Reitz behandelt noch weitere Themen dieses strategischen, gleichwohl umstrittenen Denkens wie das Gefangenendilemma, Feiglingsspiel oder das Easterlin-Paradox. Wie anerkannt die Spieltheorie ist, wurde 2012 durch den Wirtschaftsnobelpreis an Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley zum Ausdruck gebracht.

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