Warnschild in Hanford

AP/TED S. WARREN

Betrifft: Geschichte

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Gefährliche Strahlung. Das Schicksal atomarer Test-Orte aus der Zeit des Kalten Krieges. Mit Verena Winiwarter, Professorin für Umweltgeschichte und Leiterin des Zentrums für Umweltgeschichte der Universität Klagenfurt, Standort Wien.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Der Kalte Krieg ist lange vorbei. Hinterlassen hat er Gegenden, die für Menschen auf Dauer unbewohnbar bleiben. Hanford in den Vereinigten Staaten, Eniwetok im Pazifik oder Semipalatinsk in Kasachstan - die am schwersten in Mitleidenschaft gezogenen Orte waren Kriegsschauplätze einer anderen Art. Hier wurden atomare Waffen produziert oder getestet. In Hanford im Bundesstaat Washington werden die traurigen Folgen des Kalten Krieges besonders deutlich.

Die 1943 erbaute ehemalige Plutoniumfabrik ist insgesamt mit rund sieben Millionen Tonnen kontaminiertem Nuklearmüll belastet. Jahrzehntelang sickerten plutoniumhaltige Lösungen in das Erdreich. Die Radioaktivität wird auf 176 Millionen Curie geschätzt - das ist das Doppelte von Tschernobyl. Auch auf dem Atoll Eniwetok im Pazifischen Ozean wird so manche Insel nie wieder betretbar sein. Hier testeten die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg Atombomben und errichteten ein Atommüll-Endlager. Trotz Säuberungen und Bodenabtragungen sind bis heute einige Inseln tödlich verseucht. Und das wird auch so bleiben: Dort gemessene radioaktive Spaltprodukte haben eine Halbwertszeit von rund 24.000 Jahren.

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