Im Gespräch

Magna Mater Austria

"Maria Theresia war eine starke Frau" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Monika Czernin, Filmemacherin und Autorin

Am 13. Mai jährt sich der Geburtstag von Maria Theresia zum 300. Mal.

Monika Czernin wollte, seit sie sich erinnern kann, zwei Dinge im Leben: "Einerseits die Menschen und ihr Sein in der Welt besser verstehen und andererseits Geschichten erzählen. Geschichten, die die Lesenden und Zusehenden zum Lachen und zum Weinen bringen sollen."

Die Figuren ihrer zahlreichen Bücher und Filme fand sie immer im wirklichen Leben: historische Persönlichkeiten wie Anna Sacher, Viktor Frankl oder Theodor Herzl. Aber auch Menschen von heute, die in den alten Mauern Europas neue Ideen haben. Zum 300. Geburtstag der Kaiserin Maria Theresia hat sich Monika Czernin, die 1965 in Klagenfurt geboren wurde, nun ausführlich mit dieser mythologisch aufgeladenen Magna Mater Austria, der großen Mutter Österreichs, beschäftigt. Entstanden sind daraus ein Film und ein Buch.

Maria Theresias großer Feind, der preussische König Friedrich II. schrieb über die Kaiserin: "Einmal haben die Habsburger einen Mann, und dann ist es eine Frau." Zu Maria Theresias 200.Geburtstag im Jahr 1917 meinte Hugo von Hofmannsthal gar ihre seiner Meinung nach geradezu politische Gebärfähigkeit kommentieren zu müssen: "Das dämonisch Mütterliche in ihr war das Entscheidende. Sie übertrug auf ein Stück Welt, das ihr anvertraut war, ohne Reflexion ihre Fähigkeit, einen Körper zu beseelen, ein Wesen in die Welt zu setzen, durch dessen Adern die Empfindung des Lebens und der Einheit fliesst."

Während der Vorbereitungen zu Buch und Film hat Monika Czernin auf Schloß Tratzberg in Tirol einen wunderbaren Fund gemacht: eine Schatulle mit Briefen Maria Theresias an Gräfin Sophie von Enzenberg, die Ahnfrau des heutigen Schlossherren, Ulrich Goess-Enzenberg. Ein historisch wertvoller Fund, der Einblick in die innerste Privatheit der großen Regentin gibt und uns ihre Zeit besser verstehen lässt.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht sie über die Frau und Mutter hinter der Monarchin.

Service

Monika Czernin gemeinsam mit Jean-Pierre Lavandier, "Maria Theresia - Liebet mich immer. Briefe an ihre engste Freundin", Ueberreuter-Verlag, Wien 2017

Monika Czernin, "Das letzte Fest des alten Europa: Anna Sacher und ihr Hotel", Albrecht Knaus Verlag, München 2014

Monika Czerin, "Marie von Miller: Die Malerin an der Seite Oskar von Millers", Volk Verlag, München 2013

Monika Czerin gemeinsam mit Remo H. Largo, "Jugendjahre", Piper Verlag, München 2011

Monika Czernin, "Lisa, Prinzessin über Nacht", mit Zeichnungen von Kera Till, Hanser Verlag Kinder- und Jugendbuch, München 2011

Monika Czernin

Bibliothek:

2005: Ich habe zu kurz gelebt. Die Geschichte der Nora Gräfin Kinsky, List Verlag, Berlin 2005

2008: Dieses herrliche Gefühl der Freiheit. Frieda von Bülow und die Sehnsucht nach Afrika,

2011: Lisa, Prinzessin über Nacht, mit Zeichnungen von Kera Till, Hanser Verlag Kinder- und Jugendbuch, München 2011, ISBN 978-3-446-23784-1.

2011: Jugendjahre, gemeinsam mit Remo H. Largo, Piper Verlag, München 2011

2013: Marie von Miller: Die Malerin an der Seite Oskar von Millers, Volk Verlag, München 2013

2014: Das letzte Fest des alten Europa: Anna Sacher und ihr Hotel, Albrecht Knaus Verlag, München 2014

2017: Maria Theresia - Liebet mich immer. Briefe an ihre engste Freundin, gemeinsam mit Jean-Pierre Lavandier, Ueberreuter-Verlag, Wien 2017

2017: Barbara Stollberg-Rilinger, Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit, C.H.Beck Verlag 2017

2017: Elisabeth Badinter, Maria Theresia. Die Macht der Frau, Zsolnay 2017

Sendereihe

Gestaltung