Wilfried Scheutz

APA/HELMUT FOHRINGER

Contra

"Das alte Fräulein Volksmusik..." Wilfried Scheutz über seine Beschäftgung mit Humor und Blues.

In memoriam Wilfried Scheutz
"Wie man sich klettet, so pickt man..." Der Buchstabenblues des Wilfried Scheutz.
Gestaltung: Silvia Lahner

"Wenn ein Maler nicht kochen kann, dann kann er auch nicht malen" - eine These von Wilfried Scheutz über das Zusammenspiel von Sinnlichkeit und Kunst. Aufgewachsen im Salzkammergut, im Wirtshaus seiner Mutter, fühlte er sich der Volksmusik ebenso verbunden, wie den Blues Shoutern, namentlich Muddy Waters und Big Joe Turner. Bekannt geworden als Austropopper, wendete sich Wilfried Scheutz in den 1990-ern einem Crossover aus Volksmusik, Jazz und Blues zu und gründete mit Klaus E. Kofler, Heinz Jiras und Eik Breit (später durch Nino Holm ersetzt) die Formation 4Xang.

Gemeinsam arbeitete man an der vierstimmigen Zusammenführung von Salzkammergutjodlern, Masai Gesängen und Weltmusik zu einem neuen Sound. Unter dem Titel "Buchstabenblues" veröffentlichte Wilfried Scheutz 2008 ein Buch mit Kurzgedichten und skurrilen Geschichten, begleitet von einer CD mit Blues-Gesängen über die Ironie des Lebens. Daraus ist auch eine Bühnenprogramm entstanden. In Erinnerung an Wilfried Scheutz, der vergangenen Sonntag mit 67 Jahren gestorben ist, wiederholt CONTRA den "Buchstabenblues", mit Sittenbildern aus Österreich, Geschichten über Turbokapitalismus und Rosenverkäufer und über das BZÖM, das Bekenntnis zur österreichischen Marmelade.

Service

(WH vom 11.05.2008)

Sendereihe

Gestaltung