Eine Tigerpython

dpa/A3471 Boris Roessler

Schlange und Mensch

Geschichte einer ambivalenten Beziehung (2). Gestaltung: Renate Pliem

Die Schlange fasziniert und verängstigt zugleich: In vielen Kulturen wird sie als mächtige Beschützerin gesehen, im Christentum ist sie der Inbegriff des Bösen, der Verführung. Eine Natter umwindet den Wanderstab des griechischen Gottes Asklepios und wird so zum Symbol für Heilkunst. Eine Giftschlange bringt der ägyptischen Königin Kleopatra den Tod.

Auch sprachliche Assoziationen sind vielschichtig: "Mit gespaltener Zunge sprechen", "falsch wie eine Schlange sein" evoziert Unaufrichtigkeit. Andererseits erscheint der Buchstabe S in Schlangenform und ahmt lautmalerisch den Zischlaut der Bodenbewohnerin nach.
Bei vielen Menschen lösen Schlangen Unbehagen, Furcht und Ekel aus. Und das, obwohl die Tiere von Natur aus menschenscheu sind und die Gelegenheit, von einer Schlange gebissen zu werden, selten ist.

Woher kommt diese Phobie? Ist es eine Urangst, die angeboren ist? Oder wird die Ablehnung durch tradierte Bilder und Vorurteile genährt?
Renate Pliem sucht nach jahrtausendealten Schlangenmythen und vergleicht sie mit der Biologie der faszinierenden Tiere, die einen wichtigen Platz im Ökosystem einnehmen.

Service

Buchtipp:

Sebastian Lotzkat: Keine Bange vor der Schlange. Verlag Hanser

Links:

Reptilienzoo Happ

Österreichische Gesellschaft für Herpetologie

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