Ausstellungsarchitektur

Wolf Silveri

Leporello

Das "herbstbuch 1968-2017"

Raum für Erinnerungen

Kunst muss nichts - Kunst darf alles. Diese Definition von Kunst erscheint Kurt Jungwirth am treffendsten, wenn er an den "steirischen herbst" denkt. Das ist heute genauso, wie damals, als er bis 2006 noch Präsident des europaweit ältesten Kulturfestivals für "neue" Kunst war. Seit 2006 ist Veronica Kaup-Hassler Intendantin. Mit dieser Saison - exakt zur 50. Auflage des "Herbstes" - endet ihre Ära. DasFestival, mit seinen Eigenproduktionen, Uraufführungen, Ausstellungen, Diskussionen oder Lesungen dauert noch bis zum 15. Oktober. Der runde Geburtstag des Festivals wird unter dem Titel "Where Are We Now?" zur Bestandsaufnahe genutzt, um grundsätzliche Fragen zur Selbstverortung von Kunst und Gesellschaft zu stellen. Rechtzeitig zum Jubiläum ist auch das Festival-Archiv online gegangen. Damit ist das "Herbst"-Material von bisher 4.100 Projekten per Mouse-Klick öffentlichzugänglich. Als haptische Ergänzung ist ein über 400 Seiten starkes und mit ebenso vielen Fotos und Illustrationen bebildertes "Herbst-Buch" erschienen. Mit knallrotem Einband und schwarzer Schrift - oder auch umgekehrt - ist damit Raum für Erinnerungen geschaffen worden, sagt der Musikjournalist und Mitherausgeber Martin Gasser. Das bedeutet, es haben an die hundert Mitwirkende oder Menschen mit Bezug zum "steirischen herbst", in grober Chronologie über ihre Festival-Projekte, Erlebnisse, Eindrücke oder die Wertschätzung gegenüber dem "Herbst" geschrieben.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer





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herbstbuch 1968-2017, Styria Verlag

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